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Weiskirchen: „Weiskirchen und der Beginn der keltischen Epoche“

Pressemeldung vom 26. Oktober 2015, 15:12 Uhr

Vortrag mit Dr. Manfred Peter

Am Donnerstag, 12. November, 18.00 Uhr findet im Haus des Gastes in Weiskirchen bei freiem Eintritt ein Vortrag über „Weiskirchen und der Beginn der keltischen Epoche“ mit Dr. Manfred Peter, Autor mehrerer Bücher über die Geschichte unserer Region, statt. An diesem Abend wird er auch sein Buch „Hochwald-Keltenland“ vorstellen. Gäste und Bevölkerung sind herzlich eingeladen!

Vor Beginn des Vortrags wird Herr Dr. Peter mit den Teilnehmern die Ausstellung im Haus des Gastes zu den Funden in den Fürstengräbern in Weiskirchen besichtigen. Dr. Simon James, Dozent für Vorgeschichte und römische Geschichte am Bildungswerk des British Museums in London schreibt in seinem Buch „Das Zeitalter der Kelten“ S. 106:

„Die La-Tène-Kunst entstand in einem breiten Gebietsstreifen in mehreren frühen, experimentellen und regionalen Stilformen. Viele der besten frühen Stücke entstammen den reichhaltigen Gräbern des Rhein-Mosel Gebiets, das den Reichtum der anderen Entwicklungs-gebiete …. in den Schatten stellt. Zu den schönsten Exemplaren aus dieser Zeit gehört die Schwarzenbach-Schale … die man auf 475/450 v. Chr. datiert.“

Der Entstehungsort dieser Schale könnte einen Hinweis dafür geben, wo die Latènezeit und damit die eigentliche Keltenzeit ihren Ursprung gefunden hatte. Die Kernfrage, wo diese Schale entstanden ist, wird daher lauten: Hat der Fürst, in dessen Grab bei Schwarzenbach die Goldschale sich befand, diese von einer einheimischen Werkstatt, etwa von der vermuteten Werkstatt bei Weiskirchen (Haffner), anfertigen lassen, oder hat er sie von einer anderen Werkstatt, etwa von der Waldalgesheimer Werkstatt bei Mainz, erworben? Handelt es sich nämlich um das Werk einer einheimischen Werkstatt, so würde vieles dafür sprechen, dass der Latène-Stil, für den die Goldschale als erstes herausragendes Kunstwerk dieses Stils, offenbar eine besondere Rolle gespielt zu haben scheint, in unserer Gegend seinen Anfang genommen hat.

Quelle: Hochwald-Touristik GmbH

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