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St. Ingbert: Gute Bilanz – Frauenbeauftragte hat viel zu tun

Pressemeldung vom 6. Oktober 2011, 09:49 Uhr

Zwischen Girl’s Day und Frauenfrühstück liegt ein weites Feld. Susanne Jung, die vor rund drei Jahren im Sankt Ingberter Rathaus die Aufgabe der Frauenbeauftragten annahm, sieht sich vor vielerlei Herausforderungen. Im Team mit ihrer Vertreterin, Pia Hoffmann, geht sie seither täglich ein Aufgabengebiet an, das so bunt ist wie das Leben. “ Dabei ist es uns schon ungeheuer wichtig, dass wir uns der Rückendeckung durch die Verwaltungsführung sicher sein können. Zunächst verstehe ich mich als Anlaufstelle für Frauen, die Hilfe und Rat suchen“, so Susanne Jung. In diesem Jahr waren es schon mehr als sechzig Frauen, die auf dieses Angebot zurückkamen. Ob in Trennungssituationen oder bei Unterhaltsstreitigkeiten, ob im Umgang mit anderen Behörden, oder auch bei der beruflichen Wiedereingliederung nach einer langen Babypause. Die Frauenbeauftragte hat neben gutem Rat auch kompetente Ansprechpartner zur Hand, die den Betroffenen weiterhelfen.
Besonderes Fingerspitzengefühl bedarf es oftmals bei ihrer Arbeit mit Bürgerinnen anderer Kulturen. Begriffe wie Zwangsverheiratung sind, so Jung, auch in Sankt Ingbert ein Thema – und die Hilfe gestaltet sich hier oftmals als große Herausforderung.

Da nimmt sich das Tagesgeschäft schon weitaus einfacher aus – die Hilfe bei Behördengängen gehört dazu, und die Beratung bei Ausbildung und Berufswahl. Susanne Jung und Pia Hoffmann sehen sich als Beauftragte für alle Frauen in Sankt Ingbert. So stellen die Fälle, die von außerhalb des Rathauses an sie getragen werden, den größten Anteil an ihrer Arbeit dar. Die „interne Beratung“ – also die Hilfe und Mitwirkung bei Vorgängen innerhalb der Verwaltung – ist hingegen nicht minder wichtig. Hier helfen sie ihren Kolleginnen, wenn etwa Anträge gestellt werden müssen auf Vollzeitbeschäftigung, auf Arbeitszeiterhöhung oder auf Festeinstellung. Auch bei der Bewältigung von Konflikten zwischen Beschäftigen stehen sie beratend zur Seite.

„Frauen zu Kommunikation zu verhelfen, ihnen besondere Veranstaltungen und Treffpunkte zu bieten, bei denen sie sich kennen lernen und Kontakte pflegen und vertiefen können, das gehört zu meinen ersten Zielen“, so Susanne Jung. So hat sie eine Reihe kleiner, aber sehr gut nachgefragter Veranstaltungen ins Leben gerufen. Eine jährlich stattfindete Tagesfahrt hat da ebenso ihren festen Platz wie das Frauenkino. Für beide Veranstaltungen muss man sich allerdings, der enormen Nachfrage wegen, schon sehr früh melden. Mit Kindern des Kinderhauses besuchte Susanne Jung schon Theatervorstellungen, sie organisierte Fahrten auf Weihnachtsmärkte, in die Partnerstädte. Vorträge und Lesungen griffen Themen auf, die Frauen interessieren und die ihnen Ideen und Perspektiven eröffnen. Eine Fahrt zur Bundesgartenschau in diesem Jahr ist gerade in Vorbereitung.
„Die Frauenbeauftragte arbeitet recht unspektakulär“, erklärt Susanne Jung. „Oft genug ist es das Bohren dicker Bretter, wenn Frauen wirksam geholfen werden soll. Aber genau da sehe ich meine Aufgabe.“
Susanne Jung und ihre Stellvertreterin Pia Hoffmann sind im Rathaus Sankt Ingbert zu erreichen: Tel. 13-260.

Quelle: Mittelstadt St. Ingbert, Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

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