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St. Ingbert: Biosphärenbürgergarten der Biosphären-VHS St. Ingbert

Pressemeldung vom 22. November 2012, 10:02 Uhr

Ein Biosphärenbürgergarten soll entstehen. Die Biosphären-VHS St. Ingbert will damit einen Lehr- und Schaugarten schaffen, der den Bürgern der Stadt im Sinne des Biosphärengedankens Anregungen für eine naturnahe Gartengestaltung geben soll. Auf dem Außengelände des Kulturhauses in der Annastraße soll er entstehen.
Eine Informationsveranstaltung für die Nachbarn des Kulturhauses und potenzielle Kooperationspartner fand bereits statt. Darüber hinaus konnten in den Herbstferien Kinder und Jugendliche der Stadt im Rahmen zweier Zukunftswerkstätten Ihre Wünsche und Vorstellungen zum Ausdruck bringen.

Die Ergebnisse der Werkstätten und die Anregungen der Bevölkerung sollen am Samstag, 1. Dezember 2012, um 16 Uhr im Kulturhaus in der Annastraße 30 präsentiert werden.

Hintergrund:
Mit der Anerkennung des Biosphärenrereservats Bliesgau durch die UNESCO-Kommission wurde auch St. Ingbert Teil dieser Modellregion für nachhaltige Entwicklung.
Die aktuelle Diskussion um die naturnahe Ausgestaltung öffentlichen Grüns macht deutlich, dass St. Ingbert sich noch auf einer Profilsuche befindet. Folgende Fragen müssen diskutiert werden:
Was bedeutet nachhaltige Stadtentwicklung konkret?
Welche Qualitäten muss eine Biosphärenstadt aufweisen?
Welche Rolle kommt hierbei der Kommunalverwaltung zu?
Dazu zählen neben den öffentlichen Grünflächen, die bereits diskutiert wurden, auch Privatgärten. Der Kommune kommt in beiden Fällen eine Vorbildfunktion zu. Es geht also darum Anregungen zu geben und Beispiele aufzuzeigen, wie eine nachhaltige Stadtentwicklung aussehen könnte.

„Für unsere Biosphären-VHS St. Ingbert bedeutet dies, dass wir ein adäquates Bildungs- und Informationsangebot vorhalten müssen, um den Bürger an das Thema heranzuführen.“ so Marika Flierl, die Leiterin der Biosphären-VHS St. Ingbert.
Lernort Biosphärenbürgergarten
Die Themen Biosphärenreservat und nachhaltige Stadtentwicklung sind teilweise schwer nachvollziehbar oder im wahrsten Sinne der Wortes „greifbar“. Um die Themen mit Leben zu füllen und um diese möglichst praxisnah und konkret vermitteln zu können, sind besondere Lernorte erforderlich. Wichtig ist es dabei, möglichst nah an der Lebensrealität der Bürger zu sein. Generationenübergreifende Begegnungen (z. B. „Oma-Enkel-Kurse“) könnten beispielsweise neue Möglichkeiten der Bürgerbegegnung bieten.

Ein Biosphärenbürgergarten sollte ein Lern- und Experimentierfeld für die Bürger St. Ingberts sein. Dabei sollten Angebote möglichst für alle Bevölkerungsgruppen vorgehalten werden. Ein Biosphärenbürgergarten sollte dabei die Möglichkeit bieten, sich auf verschiedenen Wegen dem Thema Nachhaltigkeit zu nähern: spielerisch, experimentell, handwerklich-praktisch (Baumhausbau, Wegebau, Trockenmauern, …), kulturell, aber auch theoretisch (Vorträge).
Zur Veranstaltung sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen.
Anmeldung und weitere Informationen unter 06894/13-726 bzw. vhs@st-ingbert.de

Quelle: Mittelstadt St. Ingbert, Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

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