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Saarpfalz-Kreis: „Zenger-Friedenstaube“ in Mainz gelandet

Pressemeldung vom 15. März 2012, 13:47 Uhr

Landräte Duppré und Lindemann übergaben das Kunstobjekt
Ministerpräsident Beck

Als Symbol für die 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der
Menschenrechte hat der Landshuter Künstler Richard Hillinger zu deren
60. Jahrestag im Jahr 2008 jeweils eine lebensgroße „Friedenstaube“
erschaffen. Jede einzelne trägt den Namen einer Persönlichkeit, die sich
mit besonderem Engagement für die Wahrung der Menschenrechte eingesetzt
hat. Es finden sich so bekannte Namen wie Theodor Heuss, ehemaliger
Bundespräsident, Henri Dunant, Gründer des Roten Kreuzes, Philipp Jakob
Siebenpfeiffer, Initiator des Hambacher Festes, oder Anne Frank,
Symbolfigur für alle Opfer der Vernichtungspolitik der
Nationalsozialisten, darunter.

Eine weitere Taube aus Bronzeguss, die der Landkreis Südwestpfalz
erworben hat, ist dem Pfälzer Johann Peter Zenger gewidmet. Zenger, der
von 1697 bis 1748 lebte, ist mit großer Wahrscheinlichkeit in Rumbach
geboren und aufgewachsen (sein Vater war in Rumbach Dorfschullehrer), in
jungen Jahren jedoch mit seiner Familie nach Amerika ausgewandert. 1710
ging er in Begleitung seiner Mutter und seiner beiden jüngeren
Geschwister in New York von Bord des Auswandererschiffes „Queen Ann“. In
New York war er als Druckermeister, Journalist und Zeitungsverleger
tätig und setzte sich für die Pressefreiheit ein. 1735 kam es zu
einem Gerichtsverfahren, dem Zenger bis heute eine gewisse Berühmtheit
verdankt. Der damalige Gouverneur von New York, William Cosby, verklagte
Zenger als Herausgeber des „Weekly Journal“ wegen Verleumdung. Zenger
wurde freigesprochen.

Der Tradition entsprechend – alle Friedenstauben haben ihre Reise auf
dem Schreibtisch eines Landrates oder Oberbürgermeisters in Deutschland
begonnen – hatte die „Zenger-Friedenstaube“ zuerst auf dem Schreibtisch
von Landrat Hans Jörg Duppré residiert. Danach ging sie über Rumbach,
die Sprakasse und die Redaktionen lokaler Medien zu Landrat Clemens
Lindemann in den Saarpfalz-Kreis.

Jetzt konnte die Taube zu einer weiteren Zwischenstation gebracht
werden: die beiden Landräte Duppré und Lindemann fuhren nach Mainz, um
die „Zenger-Friedenstaube“ in die Obhut des rheinland-pfälzischen
Ministerpräsident Kurt Beck zu übergeben. In der Staatskanzlei nahm der
Ministerpräsident die Taube entgegen und platzierte sie für die
kommenden Wochen auf seinem Schreibtisch. Danach soll die Taube weiter
nach Polen „reisen“.

Quelle: Saarpfalz-Kreis

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