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Saarpfalz-Kreis: Wanderausstellung „Bliesgauhocker – Botschafter einer Region“

Pressemeldung vom 20. März 2014, 15:11 Uhr

Von Bliesgauhocker und Mobile
Wanderausstellung macht Station im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim – Eröffnung am 27. März

Die Wanderausstellung „Bliesgauhocker – Botschafter einer Region“ macht Station im Europäischen Kulturpark Bliesbruck Reinheim und wird am kommenden Donnerstag, 27. März um 18 Uhr im Seminarraum des Informationszentrums „Jean-Schaub-Haus“ des Kulturparks eröffnet.

Um den Blick auf die Zukunft zu lenken, haben die Vereinten Nationen die Jahre 2005 bis 2014 zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ erklärt. Diese Weltdekade soll die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung weltweit in der Bildung verankern. Vor diesem Hintergrund wurde für das konzeptkünstlerische Projekt des KunstSchäfers Rudolf Schwarz „BlIESGAUHOCKER – Botschafter einer Region“ im Zusammenspiel mit der Leitidee „MOBILE Biosphärenreservat Bliesgau“ der Lokalen Aktionsgruppe Biosphärenreservat Bliesgau eine Wanderausstellung gestaltet, die am Donnerstag, 27. März, um 18 Uhr, im Seminarraum des Informationszentrums „Jean-Schaub-Haus“ des Europäischen Kulturparks Bliesbruck-Reinheim, eröffnet wird. Träger der Ausstellung ist der Saarpfalz-Kreis in Kooperation mit der Stiftung Europäischer Kulturpark Bliesbruck-Reinheim.

Nachhaltiges Leben ist Kulturarbeit

Die Welt ist aus dem Gleichgewicht geraten und reif für die Wiederentdeckung von nachhaltigem Leben, von „Weniger ist Mehr“, von Moralität und Integrität. Dies ist dem Wesen nach die Idee der weltweit 621anerkannten BIOSPHÄREN (Lebensräume) RESERVATE(bewahren). Es geht um die Entwicklung der Lebensräume von Mensch und Natur mit dem Ziel, das überlebensnotwendige Gleichgewicht für unsere Erde zu bewahren.

Der Laborcharakter, der einem Biosphärenreservat zwangsläufig innewohnt, um neue ökologische Lösungsansätze im Experiment zu entdecken und in den Erdenkreis einzuspielen, findet im Biosphärenreservat Bliesgau noch wenig Beachtung. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Zusammenwirken und das Potential der elementaren Handlungsfelder einer Kulturlandschaft, die in der Gegenwart als LEADER-Region und zugleich als Biosphärenreservat anerkannt wurde, bislang viel zu wenig bekannt gemacht wurden. Dazu möchte die Ausstellung Anregungen bieten, besser noch, Diskussionen entfachen.

Ziel dieser Wanderausstellung ist es, Menschen für ein neues ökologisches Denken und Handeln zu gewinnen. Sie sind eingeladen, die Impulse in ihre eigene Lebenswelt zu übertragen und zu experimentieren. Am Beispiel des Projektes „Bliesgauhocker – Botschafter einer Region“ des KunstSchäfers Rudolf Schwarz lassen sich ohne weiteres eigene Konzepte zur „über Leben[s]Kunst“ entwickeln, um beispielgebend die Verantwortung zur nachhaltigen Bewahrung unseres Lebensraumes nach außen zu tragen. Die Ausstellung nutzt dazu bewusst die Integration von Kunst, Ästhetik und die Wahrnehmung der Sinne als kulturelle Kommunikationsbrücke.

Der Ausstellungsparcour mit 28 Exponaten versteht sich dabei selbst als offenes Labor in dem Menschen Einblick in einen Bewusstseinsbildungsprozess für die elementaren Themen zur Bewahrung(reservare) unseres Lebensraumes – Biosphäre Bliesgau – erhalten können. Rudolf Schwarz, der seinen Bliesgauhocker als ein Objekt der Konzeptkunst und als Botschafter einer Region begreift, wirkt im Mittelpunkt dieses Labors. Hintergründe zum Auftrag der Biosphärenreservate und der LEADER-Regionen, zu seiner daraus inspirierten Idee und zum Wesen der Konzeptkunst werden Zutaten des Experimentes. Für sein Konzept nimmt der Künstler auch den Anthroposophen Rudolf Steiner an seine Seite, der zitierte: „Es sollen keine Erscheinungen gebildet werden, sondern das Erlebte soll Erscheinung werden.“

Im Focus steht also, das Erlebte in die alltägliche Praxis umzusetzen und dem Künstler in seinem persönlichen Experiment zu folgen. Rudolf Schwarz hat sich auf das spannende Experiment eingelassen, sein Werk mit den 10 Handlungsfeldern der LEADER-Region Biosphärenreservat Bliesgauzu verweben. Dabei begegnet er dem „Mobile Biosphärenreservat Bliesgau“ – dem poetischen Leitsymbol der zugehörigen LEADER-Region – an dem die 10 zentralen Handlungsfelder nach einem überlebensfähigen Gleichgewicht suchen: Klimaschutz und Energie, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Demografischer Wandel, Nachhaltiges Wirtschaften, Stadt-Land-Beziehung, Kulturlandschaft, Biologische Vielfalt, Grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Kultur und Ethik.

Der Ausstellungsparcour hebt diesen Prozess der Auseinandersetzung des Künstlers mit diesen Themen hervor. Mit dem Einblick in den Laborcharakter dieses kreativen Prozesses wird deutlich, dass es uns allen gelingen kann, Entscheidungs- und Gestaltungsblockaden zu überwinden und in den unterschiedlichsten Lebensbereichen Mut zum beispielgebenden Querdenken und kreativem Handeln zu bewirken. Jeder Wissensbaustein dazu zählt und jedes Handeln leistet einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung des überlebensnotwendigen Gleichgewichtes unseres eigenen Lebensraumes.

Die Ausstellungseröffnung findet am Donnerstag, 27.März um 18 Uhr, im Seminarraum des Informationszentrums „Jean-Schaub-Haus“ des Europäischen Kulturparks Bliesbruck-Reinheim, statt. Zudem werden zur Ausstellung nach vorheriger telefonischer Anmeldung „Rundgänge“ von den Natur- und Landschaftsführern des Biosphärenvereins Bliesgau angeboten. Anmeldung und Auskunft hierzu bei Teresa Feld, Telefon 0 68 43 / 90 02 12 (Europäischer Kulturpark).

Geöffnet ist die Ausstellung täglich von 10 bis 18 Uhr; der Eintritt ist frei. Konzipiert wurde die Ausstellung über Hocker und Mobile von Peter Michael Lupp, Prof. Stefan Ochs und Rudolf Schwarz. Weitere Infos zur Ausstellung erteilen Rudolf Schwarz, rschwarz@kunstschaefer.de, Telefon 0 68 42 / 16 93 und Peter Michael Lupp, peter.lupp@rvsbr.de, Telefon 06 81 / 5 06 60 60.

Stationen
In einem Jahreszyklus wanderte die Ausstellung unter jeweiliger Schirmherrschaft bislang an folgende Stationen: Stadt St. Ingbert, Kuppelsaal des Rathauses; Stadt Homburg, Saalbau; Stadt Blieskastel, Historische Markthalle; Regionalverband Saarbrücken, VHS-Zentrum; Gemeinde Gersheim, Europäischer Kulturpark Bliesbruck-Reinheim. Projektträger ist der Saarpfalz-Kreis.

Quelle: Saarpfalz-Kreis

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