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Saarpfalz-Kreis: Saarpfalz-Kreis befragt Restaurants, Cafés und Handel

Pressemeldung vom 24. März 2014, 13:08 Uhr

Der Saarpfalz-Kreis möchte „Fairtrade-Kreis“ werden. Im Jahr 2000 startete in Großbritannien die Kampagne „Fairtrade-Towns“. Seither gibt es allein in Deutschland über 200 „Fairtrade-Towns“. Eine „Fairtrade-Town“ kann ein Kreis, ein Dorf oder eine Region sein. Die Idee hinter der Kampagne ist, für einen gerechteren Welthandel zu sensibilisieren.

Für eine erfolgreiche Bewerbung müssen fünf weltweit einheitliche Kriterien erfüllt werden. Dazu zählen u. a. die Verwendung von Fairtrade-Produkten in der Kreisverwaltung, Bildungsangebote in Kitas und Schulen, öffentliche Veranstaltungen, das Engagement der hier lebenden Bürgerinnen und Bürger. Ein Kreis muss zudem eine bestimmte Anzahl von Einzelhandelsgeschäften, Cafés und Restaurants, die mindestens zwei Fairtrade-Produkte im Angebot haben, nachweisen. Im Saarpfalz-Kreis müssen dies 25 Einzelhandelsgeschäfte und 13 Gastronomiebetriebe sein. Zur Zeit schreibt die AG „Fairtrade Kreis“ in der Kreisverwaltung Betriebe in Bexbach, Blieskastel, Kirkel, Mandelbachtal und Gersheim an und freut sich über Rückmeldungen zur Vervollständigung der Bewerbung.

Fair gehandelte Produkte sind heute kein Nischenmarkt mehr. 2012 betrug laut dem Forum fairer Handel der Einzelhandelsumsatz mit fair gehandelten Produkten in Deutschland 650 Mio. Euro. 2006 waren es 157 Mio. Immer mehr Kunden fragen nach sozial, ökonomisch und ökologisch gesiegelten Qualitätsprodukten. Der Kreis möchte die Rückmeldungen aus Gastronomie und Handel künftig in einen digitalen Einkaufsführer für fair gehandelte Produkte nach dem Vorbild des Rhein-Kreises Neuss, dem 1. Fairtrade-Kreis Deutschlands, einfließen lassen.

Quelle: Saarpfalz-Kreis

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