Energiewechsel

Saarpfalz-Kreis: Nachhaltigkeit vermittelt – Programm „EWA – nachhaltige und gesunde Schulen im Saarpfalz-Kreis“ erhält Auszeichnung der Deutschen UNESCO-Kommission

Pressemeldung vom 28. März 2014, 10:01 Uhr

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das Programm EWA- nachhaltige und gesunde Schulen im Saarpfalz-Kreis als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ als einziges im Saarland im Jahr 2014 ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhalten Initiativen, die das Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln.

Das Programm „EWA – nachhaltige und gesunde Schulen im Saarpfalz“ der Koordinierungstelle Umwelt und Gesundheit (KUG) beim Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann. Das Votum der Jury würdigt das Projekt, weil es verständlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln“, so Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees und der Jury der UN-Dekade in Deutschland. Das EWA-Programm leistet einen erheblichen Beitrag zum Klima -und Gesundheitsschutz und bei der Entwicklung eines gesunden und ökologischen Schulumfeldes.

Im Verlauf von 15 Jahren wurden an den Schulen mehrere 100 Einzelprojekte nicht nur zu den Themen Energie (E), Wasser (W) und Abfall (A), sondern auch zum Gesundheitsschutz, nachhaltigem Wirtschaften, fairem Handel, Außenanlagengestaltung oder nachhaltiger gesunder Ernährung durchgeführt. Mehrere 1000 Schüler wurden bisher erreicht. Durch die Schaffung von Problembewusstsein werden langfristige Verhaltensänderungen von Schülern, Lehrern, Hausmeistern und Eltern über die Schule hinaus angeregt, Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein sowie die Identifizierung mit der eigenen Schule werden gefördert.

Jedes Jahr bewerben sich etwa zehn Schulen. Im Rahmen von Arbeits-gemeinschaften, Nachmittagsbetreuung, Unterricht, wie auch bei Projektwochen beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Aspekten der nachhaltigen Entwicklung. EWA-Teams aus Schülern, Lehrern und Hausmeistern erarbeiten Verbesserungsmöglichkeiten und informieren die übrigen Schulnutzer. Viele Schulen haben die Nachhaltigkeit in ihr Leitbild / Schulprogramm integriert.

Die KUG berät und informiert die Projektlehrer bei regelmäßigen Treffen und stellt Material zum Beispiel in Form einer Klimakiste zur Verfügung. Die Vernetzung der Schulen und der Austausch von Ideen stehen dabei im Vordergrund. „Diese Auszeichnung gebührt auch den Projektlehrern, durch deren Engagement das Programm am Leben erhalten wird“, so Eva Schwerdtfeger, Leiterin der KUG, die das EWA-Programm vor 15 Jahren konzipiert und bis heute weiterentwickelt hat.

Jedes Jahr wird eine Prämierung der Schulen vorgenommen. Bei der Auszeichnung gibt es Preisgelder und das Zertifikat „Nachhaltige und gesunde Schule des Saarpfalz-Kreises“.

Eine Jury aus Experten entscheidet über die Auszeichnung der Bildungsprojekte. Voraussetzung ist die Ausrichtung der Arbeit an den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. So müssen Wissen und Kompetenzen aus den drei Nachhaltigkeits-Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Umwelt vermittelt werden. Außerdem ist wichtig: Die Projekte haben einen innovativen Charakter, wirken in die Breite und bemühen sich um die Zusammenarbeit mit anderen Projekten.

Quelle: Saarpfalz-Kreis

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