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Saarpfalz-Kreis: Aufeinander Zugehen – ohne Barrieren

Pressemeldung vom 17. Oktober 2011, 09:46 Uhr

Kunstausstellung im FrauenForum des Saarpfalz-Kreises zum Thema Migration und Integration

Kunst kann Brücken bauen zwischen Menschen unterschiedlicher Generationen, Schichten oder Herkunftsländer – und dies jenseits aller Sprach- und sonstiger Barrieren! Diese wunderbare Gabe macht sich das Frauenbüro des Saarpfalz-Kreises zunutze, indem das dort angesiedelte und durch die Europäische Union geförderte Projekt IDA – Integration Dialog Akzeptanz nun Werke der bildenden Künstlerin Maria del Rosario Edrich zum Thema Migration präsentiert.

Die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Verein Frau und Gesellschaft e.V. organisiert wurde, eröffnet mit einer Vernissage am 19. Oktober um 19.30 Uhr im Café Frauenzimmer am Homburger Scheffelplatz 1 und ist dort noch bis zum 16. Dezember 2011 zu besichtigen.

Die Künstlerin, die in Schopp bei Kaiserslautern lebt und arbeitet und sich bereits weit über die Region hinaus einen Namen gemacht hat, bringt eigene Erfahrungen zum Thema Migration ein. Geboren im andalusischen Cordoba, kam sie vor über 40 Jahren nach Deutschland und ließ sich zunächst im saarländischen Saarlouis, später dann in Rheinland-Pfalz nieder. Sie hat den Prozess der Integration am eigenen Leibe erlebt und lässt dies in ihre Bilder einfließen. Darüber hinaus setzt sie sich als Mitglied des Beirates für Migration und Integration des Landkreises Kaiserslautern für die Interessen von Migrantinnen und Migranten ein.

Maria del Rosario Edrich malt bereits seit ihrer Kindheit und hat die Kunst vor mehr als 20 Jahren zu ihrem Beruf gemacht. Sie bildete sich autodidaktisch weiter, liebt es zu experimentieren und lässt sich ganz bewusst keiner bestimmten Schule zuordnen. Arbeitete sie anfangs eher mit Aquarellen, dominieren nun ihre Bilder in farbenprächtiger Acryltechnik. Gerne setzt sie dabei strukturierte Materialien ein, so dass ihre Werke einen dreidimensionalen Charakter erhalten. Auch Plastiken, Installationen und Skulpturen sind Teil ihres Schaffens. Sie ist Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler im Bundesverband sowie in der International Association of Art Unesco.

Ihre Ausstellung im Frauenbüro umfasst Gemälde ebenso wie Plastiken und vermittelt nebenher auch „handfeste“ Informationen zur Situation von MigrantInnen in Deutschland. Bis vor kurzem wurde sie in den neun Verbandsgemeinden des Landkreises Kaiserlautern gezeigt und fand dabei große Beachtung und Anerkennung.

Dabei bietet die Ausstellung keine Lösungen an. Sie belehrt nicht und fordert auch keine Verhaltensregeln ein. Sie informiert und will die Betrachterinnen und Betrachter in Menschen, Ereignisse, Vorgänge, Situationen, Gegebenheiten und Stimmungen hineinversetzen, die objektiv und subjektiv nachvollzogen werden wollen.

Bei der feierlichen Eröffnung am Mittwochabend, den 19. Oktober, wird Landrat Lindemann die Gäste begrüßen, während der Journalist und Pädagoge Karl J. Pfaff die Laudatio hält. Auch für einen hochkarätigen musikalischen Rahmen ist gesorgt durch die dänische Künstlerin Charlotte Nyborg, die seit 25 Jahren als Soloharfenistin des Saarländischen Staatsorchesters die regionale Kulturszene bereichert.

Die Ausstellung ist mittwochs von 15 bis 19 Uhr und donnerstags von 11 bis 16 Uhr zu besichtigen. Schulklassen und Gruppen erhalten Einlass nach telefonischer Vereinbarung unter der Nummer 06841/104-7138.

Das vom Europäischen Integrationsfond geförderte Projekt IDA – Integration Dialog Akzeptanz ist ein Kooperationsprojekt des Frauenbüros des Saarpfalz-Kreises mit dem Verein Frau und Gesellschaft e.V. Ziel des Projektes ist die gesellschaftliche Integration von Frauen aus Drittstaaten. Durch den gezielten Kontaktaufbau zwischen deutschen und ausländischen Frauen sollen zum einen einheimische Frauen für den Integrationsprozess sensibilisiert und zum anderen die ausländischen Mitbürgerinnen zu einer aktiven Gestaltung ihrer Integration ermuntert werden.

Quelle: Saarpfalz-Kreis

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