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Saarlouis: Zurück zu den Ursprüngen

Pressemeldung vom 29. April 2010, 14:34 Uhr

Saarlouis. Derzeit laufen die Sanierungsarbeiten in der Kaserne VI auf vollen Touren. Sandsteinsäulen werden freigelegt, die Technik auf den neuen Stand gebracht. Die städtischen Ingenieure Ralf Hoffmann und Esther Müller stellten das Projekt vor.

Rund drei Jahre, von 1866 bis 1869, bauten die Preußen an der 185 Meter langen Kaserne VI und errichteten sie im klassizistischen Stil. Bis 1918 diente sie dem Infanterieregiment Nr. 30 Graf Werder als Stammkaserne. In den sechziger Jahren war dort unter anderem ein Heimatmuseum untergebracht. In den siebziger Jahren wurde die Kaserne VI mit viel technischem und finanziellem Aufwand restauriert. Heute befinden sich dort die Polizeiinspektion, das Städtische Museum, das Stadtarchiv und die Stadtbibliothek. In dem Teilbereich hin zur Kaiser-Wilhelm-Straße war mehrere Jahre ein Möbelgeschäft ansässig. Zuletzt diente der Bereich als Veranstaltungsraum.

Seit Anfang des Jahres sind dort Sanierungsarbeiten im Gang. Unter der Leitung von Ralf Hoffmann und Esther Müller vom städtischen Amt für Stadtentwicklung, Denkmalpflege und Umwelt wird die Fläche des ehemaligen Möbelgeschäftes nicht nur optisch, sondern auch technisch wieder auf einen neuen Stand gebracht. Zwischenwände wurden entfernt und die vorhandenen Sandsteinpfeiler von Putz und Farbe befreit, um wieder die ursprüngliche Gebäudestruktur als Großraum erlebbar zu machen. Im Anschluss an die aufwändige Sandsteinsanierung wird der Teppichboden durch einen hochwertigen Natursteinbodenbelag mit Fußbodenheizung ersetzt. Eiche-Fenster in historischer Sprossenteilung und Isolierverglasung sorgen für die nötige Wärmedämmung. Neben brandschutztechnischen Maßnahmen wird die Kaserne VI barrierefrei und erhält einen behindertengerechten Zugang. Die vorhandenen WC-Anlagen werden erneuert und zusätzlich eine Behinderten-Toilette eingebaut. Abgehangene Decken ermöglichen eine bessere Raumakustik. „Die Kosten für das Projekt betragen rund 530.000 Euro, werden aber zu 75 Prozent über Zuschüsse finanziert, die das Land im Rahmen des Konjunktur- und Investitionsprogrammes Saar unter Einbeziehung der vom Bund (Konjunkturpaket II) bereitgestellten Mittel aufwendet“, erklärte Baudezernent Manfred Heyer.

Im Laufe des kommenden Jahres soll alles fertig sein. Der sanierte und optimierte Bereich der Kaserne VI soll einer multifunktionalen Nutzung zugeführt werden. Eine museale Nutzung in Verbindung mit kulturellen Veranstaltungen steht dabei im Fokus der Nutzung. „Wir denken auch darüber nach, in Kooperation mit dem Institut für aktuelle Kunst hier ein Zentrum für Künstlernachlässe im Saarland unterzubringen. Es zeige sich nämlich, dass eine immer größere Anzahl von regional bedeutenden Künstlernachlässen verloren gehe, wenn man sich nicht um sie sorge „, sagte Oberbürgermeister Roland Henz.

Quelle: Kreisstadt Saarlouis – Pressestelle

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