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Saarlouis: Wir sind Saarlouis, wir sind Kultur

Pressemeldung vom 2. Mai 2012, 15:45 Uhr

Saarlouis. Das Wort „Kultur“ bezeichnet laut Duden die Gesamtheit der geistigen, künstlerischen, gestaltenden Leistungen einer Gemeinschaft als Ausdruck menschlicher Höherentwicklung. Sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil städtischen Lebens und wird in Saarlouis u. a. vom Stadtverband der kulturellen Vereine gepflegt, der in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag feiert. Höhepunkt der Festivitäten war die Geburtstagsmatinée im Vereinshaus Fraulautern.

Vorsitzender Hans Werner Strauß und seine Vorstandskollegen hatten sich viel Mühe gegeben und konnten rund 100 Gäste in einem toll dekorierten großen Saal begrüßen, unter ihnen auch Oberbürgermeister Roland Henz, Bürgermeister Klaus Pecina und Staatssekretär Georg Jungmann. „1972 gründete sich der Stadtverband auf Anregung des damaligen Oberbürgermeisters Dr. Manfred Henrich“, berichtete Strauß, der seit 1984 die Geschicke des Verbandes leitet, in seiner Eröffnungsrede. Er dankte allen, die mit großem persönlichem Engagement den Weg für den heutigen großen Erfolg geebnet hatten. Stellvertretend für viele nannte er Josef Boes, seinen Amtsvorgänger, den Strauß „einen absoluten Macher, Kenner der Szene und einen harten Brocken“ nannte. Boes habe immer alles gegeben, um für die Kultur in Saarlouis das Beste herauszuholen. Ein großer Dank ging ebenfalls an den Saarlouiser Stadtrat für die Bereitstellung finanzieller Mittel. Oberbürgermeister Henz überbrachte die besten Grüße der Verwaltung und sagte nach wie vor jegliche Unterstützung zu. „Vereinsleben ist so viel mehr als die oft verächtlich genannte „Vereinsmeierei“. Gerade die Menschen in den Vereinen gestalten unsere Stadt so attraktiv und sind unverzichtbar, sagte er. Die Vereine würden oft nicht genug geschätzt für ihre wertvolle Arbeit, für das, was sie in das Gemeinwesen einbringen. Als Beispiel nannte Henz die ausgezeichnete Jugendarbeit. „Ob in Chören, Orchestern, Karnevalsgesellschaften oder Fotogruppen – Kinder und Jugendliche erleben dort Zusammenhalt und Solidarität, was heute nicht mehr selbstverständlich ist“, so Henz, der seine Ansprache mit den Worten „Wir sind Saarlouis, wir sind Kultur“ schloss.

Joachim Fontaine und eine bemerkenswerte Rede

Joachim Fontaine, Leiter der „Kantorei Saarlouis“ stelle erneut sein Talent für pointierte und humorvolle Festreden unter Beweis. Gespickt mit treffenden Zitaten berühmter Persönlichkeiten stellte er so beispielweise fest, dass Kultur viel mehr als bloßer „Fun“ sei, mehr als der Hype um „Deutschland sucht den Superstar“ und Filme wie „Avatar“, die größtenteils am Computer entstehen. Kultur sei echtes Handwerk, aber die Arbeit eines Regisseurs, von Chorleitern, Dirigenten heutzutage leider in der öffentlichen Meinung eher „uncool“. „Nicht sagen, sondern tun, die Kultur zukunftsweisend gestalten“, sei daher die Aufgabe der Vereine und ihrer Funktionäre, „etwas schenken, darbieten und damit auch seinen persönlichen Reichtum vergrößern“, so Fontaine, der betonte, dass nicht nur die oft fehlenden Geldmittel Kultur ausmachen. Geld sei nicht alles, Ideen, Visionen und Spaß an der Sache seien oft viel mehr wert. Nach seinen Worten reihten sich Staatssekretär Georg Jungmann, Hubert Ulrich, Werner Hiery und sogar der „Sonnenkönig“, dargestellt von Norbert Güthler-Tyarks, in die Reihe der Gratulanten ein. Letzterer bezeichnete die Kultur als „die bessere Politik“ und wies auf den 333. Geburtstag „seiner“ Stadt im Jahr 2013 hin. Nach den zahlreichen Wortbeiträgen und musikalischen Darbietungen der Bläsergruppe um Walter Dietrich, dem Duo „Arabeska“ und dem Jugendchor „Chorius“ fand man bei einem kleinen Imbiss zu angeregten Unterhaltungen.

Quelle: Kreisstadt Saarlouis – Pressestelle

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