Energiewechsel

Saarlouis: Vernetzung ist wichtig

Pressemeldung vom 6. März 2012, 16:04 Uhr

Die Stadt Saarlouis wird in Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft ihre Sozialplanung fortschreiben. Nach einer Expertenbefragung folgte ein Auftakt-Workshop.

Neben der Sportentwicklungsplanung, die vor wenigen Tagen in Saarlouis vorgestellt wurde, ist auch eine Studie zur Sozialplanung in Auftrag gegeben worden. Auch hier geht es darum, im Hinblick auf den demografischen und gesellschaftlichen Wandel, für die Zukunft gerüstet zu sein. „Wir wollen zielgerichtet agieren können“, sagte Oberbürgermeister Roland Henz, der gemeinsam mit Professor Dieter Filsinger die ersten Ergebnisse präsentierte. Das Konzept wird keine festen Vorgaben machen, sondern nur Vorschläge, über die der Stadtrat dann entscheidet.

Im Vorfeld wurden 54 Experten aus Verwaltung, Wirtschaft, Politik, Kirchen und Behörden in einem Fragebogen um ihre Meinung gebeten. In den 16 Fragen ging es um die Beurteilung der aktuellen Situation in Saarlouis. Unter anderem, wie wichtig einem bestimmte Charakteristika wie Umwelt-, Frauen-, Kinder- und Seniorenfreundlichkeit sind oder wie zufrieden man mit der bisherigen Sozialplanung ist. Es sollten soziale Problemstellungen und Herausforderungen benannt werden, aber auch Stärken, Schwächen und mögliche Entwicklungspotenziale. Ein Teil der Fragen bezog sich speziell auf die Stadtteile.

Eine erste Auswertung und ebenso die Diskussion im Workshop zeichneten verschiedene Schwerpunkte auf. Dazu gehörte bezahlbarer Wohnraum, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aber auch die Schullandschaft. „Die Lebensperspektiven haben sich geändert“, sagte Roland Henz. Damit auch die Ansprüche an die Kommunen. Soziale Leistungen, Arbeitsplätze, Bürgerbeteiligung in der Kommunalpolitik sind ebenso Handelungsfelder für die Zukunft. Genaueres wird noch herausgearbeitet werden. Ebenso wie in der Sportentwicklungsplanung will man auch bei der Sozialplanung die Bevölkerung hinzuziehen und auch hier sind aufgrund der finanziellen Möglichkeiten Grenzen gesetzt. Es wird dann im Einzelfall zu entscheiden sein, denn nicht alles was diskutiert wurde, kann eine Kommune auch leisten.

Ein wichtiges Thema in der Zukunft wird die Vernetzung sein“, unterstrich Professor Filsinger. Es wird eine Gesamtkonzeption geben, in der auch die Stadtteile berücksichtigt werden. Man wird der Frage nachgehen, wie die Lösungen dort aussehen können. Neben einer starken staatlichen Sozialpolitik ist auch bürgerliches Engagement angesagt. In einem nächsten Schritt erfolgt die Analyse der derzeitigen Situation. Dabei werden die vorhandenen Dokumente sowie statistische Daten recherchiert und aufbereitet sowie Entwicklungstrends analysiert. Nachdem der Entwicklungsbedarf festgestellt ist, Kernaussagen getroffen und Perspektiven verknüpft sind, werden Handlungsempfehlungen für die Zukunft gegeben. Innerhalb eines Jahres soll die Studie abgeschlossen sein.

Quelle: Stadt Saarlouis / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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