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Saarlouis: US-Veteranen aus dem Zweiten Weltkrieg besuchten Saarlouis

Pressemeldung vom 1. Dezember 2014, 13:55 Uhr

Zehn US-Veteranen der 95. Infanteriedivision besuchten Saarlouis, um hier die Schauplätze der Kämpfe um die „Zitadelle von Saarlautern“ im Zweiten Weltkrieg aufzusuchen. Im Rathaus wurden sie von Oberbürgermeister Roland Henz empfangen.

Im Empfangssaal des Rathauses erinnerte der Verwaltungschef an die lange Militärtradition der Stadt, die mit der Erbauung durch Festungsbaumeister Vauban begann. „Die Schleusenbrücke ist mit der wichtigste Teil der Festung“, erklärte er. „Dass diese Brücke 1944 vor der Sprengung bewahrt blieb ist der 95. Infanteriedivision zu verdanken.“ Jedoch, so OB Henz weiter, seien nach Kriegsende die Innenstadt, Roden und Fraulautern fast ganz zerstört worden.

Außerdem erinnerte Henz an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren. „Es war einer der grausamsten Kriege, was aber niemand ahnte, war dass der Zweite Weltkrieg noch grausamer würde.“ Noch immer werde das Leid dieser Jahre aufgearbeitet. Dabei gehe es nicht mehr nur um Schuld und Sühne, „sondern darum, dass so etwas nicht mehr passieren darf.“ Er selbst gehöre einer Generation an, die selbst keinen Krieg erlebt habe, betonte Henz, erinnerte aber auch daran, dass es heute noch zahlreiche Kriegs-, Krisen- und Konfliktgebiete in der Welt gibt. „Meine politische Aufgabe sehe ich darin, zu mahnen und daran zu erinnern, dass Frieden das Wichtigste ist.“

In diesem Kontext hob der OB auch die Deutsch-Französische Freundschaft hervor, die im Elysée-Vertrag festgeschrieben wurde und im vergangenen Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feierte. Eine besondere Rolle nehme dabei auch die Städtepartnerschaft zwischen Saarlouis und Saint-Nazaire ein. Die Atlantikstadt wurde als eine der letzten erst am 11. Mai 1945 von den Nazis befreit.

Die Delegation der US-Veteranen kam gemeinsam mit dem französischen Verein L’Association Lorraine Etas-Unis, der bereits kurz nach Kriegsende ins Leben gerufen wurde. Alle fünf Jahre kommen die Veteranen zum Verein nach Metz, um von dort aus ehemalige Einsatzgebiete zu besuchen. Saarlouis ist die einzige deutsche Station der Tour.

Quelle: Kreisstadt Saarlouis

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