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Saarlouis: Stadt Saarlouis zeigt Ausstellung der Freien Frauen in Rojava

Pressemeldung vom 15. März 2017, 15:51 Uhr

Die „Stiftung der Freien Frau in Rojava“ wurde Ende 2014 von Frauen aus Rojava gegründet. Der Begriff „Rojava“ bezeichnet die umkämpften überwiegend kurdisch bewohnten Regionen im Norden Syriens entlang der türkischen Grenze. Ziel der ehrenamtlichen und unabhängigen Initiative mit Sitz in Hililiye/Syrien ist es, eine basisdemokratische Selbstverwaltung in Rojava zu ermöglichen und den vielfältigen wirtschaftlichen und sozialen Schwierigkeiten von Frauen und Kindern in Rojava und Syrien abzuhelfen. 12 großformatige Roll-Ups zeigen bis 17. März im Foyer des Saarlouiser Rathauses viel Interessantes und Wissenswertes über die Stiftung und die unterstützten Projekte. Bürgermeisterin Marion Jost eröffnete die von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands und dem Frauennetzwerk Saarlouis initiierte Ausstellung am 8. März – dem Internationalen Frauentag.

„Kein Tag wäre perfekter, um nicht nur im eigenen Umfeld über Frauenrechte zu reden, sondern auch über den Tellerrand hinaus und in die Welt zu blicken. Wenn wir die Situation der Frauen in Rojava betrachten, kommen wir schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Im dortigen zutiefst patriarchalischen System gilt die Frau nichts und wird massiv in ihren Rechten beschnitten“ sagte Marion Jost in ihrer Begrüßung und schilderte unter welch‘ vielfältigen Bedrohungen das Leben in der Region stattfindet: Krieg, IS-Terror, globale Machtinteressen, zerstörte Infrastruktur, wenig Bildung und schlechte medizinische Versorgung sind nur einige der Faktoren.

„Genau hier setzt unsere Organisation unter dem Motto „Die freie Frau ist die Basis einer freien Gesellschaft“ an. Nachhaltige Projekte werden in den von Armut und Embargo betroffenen Regionen initiiert und betreut. Es wird eine Grundlage geschaffen für ein neues, gewaltfreies Geschlechterverhältnis, für Gesundheitsprävention und ein gleichberechtigtes, demokratisches, interkulturelles Miteinander. Auch ökonomische Unterstützung ist wichtig. In allen Punkten arbeiten wir mit Partnerorganisationen und vor Ort Verantwortlichen zusammen“, berichtete Stiftungs-Referentin Meike Nack.

Vieles wurde in Rojava schon auf den Weg gebracht: ein Frauengesundheitszentrum in Sere Kaniye, fünf Vorschulen und eine Schneiderei wurden eröffnet, über hundert Aus- und Fortbildungen im Gesundheitsbereich ermöglicht und Musikkurse für Kinder angeboten. Es haben sich Frauen-Kommunen gebildet, in denen diese aktive Rollen übernehmen, sei es im Bildungsbereich, als Mediatoren oder – leider notwendig – in der Verteidigung.

Melanie Loew begleitete die Vernissage mit Gesang und Keyboard. Die Ausstellung ist zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses zugänglich.

Spendenkonto „Rojava“ der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands
PAX-Bank Trier
IBAN: DE32 3706 0193 3003 0300 15
BIC: GENODED1PAX
Stichwort: Rojava-Syrienprojekt

Quelle: Kreisstadt Saarlouis

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