Energiewechsel

Saarlouis: Ruckt’s holt z’sammen

Pressemeldung vom 16. Dezember 2010, 13:00 Uhr

Miteinander der Generationen zum Austausch in München

Zwei Jahre besteht bereits das Projekt „Miteinander der Generationen“ auf dem Steinrausch. Grund genug für die Steuerungsgruppe sich mit Mehrgenerationenhäusern – dieses Mal in München – auszutauschen. Ruckt’s holt z’sammen konnten die Mitglieder der Steuerungsgruppe in München regelmäßig in der U-Bahn hören. Ruckt’s holt z’sammen steht jedoch auch für das Miteinander des Ehren- und Hauptamtes, was die Besuche in den verschiedenen Einrichtungen zeigte.

Zunächst gaben Gabriele Stark-Angermeier, die Leiterin des Caritaszentrums München Ost Land, und die für die gemeindeorientierte Soziale Arbeit zuständige Mitarbeiterin Barbara Hartmann einen Einblick in die Arbeit der gemeindenahen Caritas vor Ort. Als besonders wichtig erachteten die Kolleginnen die Pflege der Kontakte in den Pfarrgemeinden und Einrichtungen, einen wachen Blick dafür, was die Menschen in ihrem sozialen Umfeld benötigen. Durch Vernetzung können eine Vielzahl von Menschen in die konkrete Arbeit eingebunden werden, so sammeln sich im Idealfall um jede hauptamtliche Person herum immer eine Vielzahl von ehrenamtlichen Kräften. Den hauptamtlichen Mitarbeitern in der Sozialen Arbeit obliegt hierbei die Begleitung und Koordination des Ehrenamtes. Ein besonderes Augenmerk wird in neuen Projekten auf das „Zeitspenden“ gelegt. Viele Menschen stellen hierbei ehrenamtlich gewisse Zeitbudgets für die Projekte zur Verfügung, da ihnen der persönliche Einsatz mehr bedeutet als Geldspenden.

Neben dem Engagement von Einzelpersonen bringen sich in München auch Firmen und Betriebe in besonderer Art und Weise in das soziale Leben der Stadt ein. Eine Möglichkeit zeigte sich im Kindergarten “ BMW FIZ Strolche“. Getragen von einer Elterninitiative wurden nicht nur das Gebäude und die Anlagen vom Betrieb zur Verfügung gestellt, die Einrichtung wird auch in weiteren Bereichen von BMW unterstützt. Die Eltern übernehmen ihrerseits nicht nur die organisatorischen Aufgaben mit Hilfe des Fördervereins, sondern sind auch dazu verpflichtet, mindestens 10 Stunden im Monat im nicht pädagogischen Bereich zu erbringen. Neben Buchhaltung, Geländepflege, Vorbereitungen von Feierlichkeiten tragen so die Eltern zum Gelingen der Gesamteinrichtung bei. Als pädagogisches Konzept hat die Initiative den „altersgemischten“ sowie situationsorientierten Ansatz gewählt. Das gegenseitige Lernen der kleinen von den größeren Kindern sowie die dadurch sehr positiven Entwicklungsverläufe der Kinder bestätigen der Initiative ihre Wahl, so Margit Knapp die Leiterin der BMW FIZ Strolche.

Auch andere Einrichtungen profitieren vom Einsatz von Firmen für soziale Belange. So konnte Uschi Weber, die Leiterin des Mehrgenerationenhauses „Unter den Arkaden“, u.a. von der Aktion „Geschenkeregen“ berichten. Dabei erfüllen Mitarbeitern verschiedener Firmen und Betriebe kleinere Wünsche der Kinder des Mehrgenerationenhauses. Kurz vor Weihnachten werden dann die Geschenke verteilt und die Kinder veranstalten als Dankeschön ein Fest für die Spender. Das Mehrgenerationenhaus „Unter den Arkaden“ wird vom Bildungsträger ETC e.V. getragen. Wesentlicher Bestandteil dieser Arbeit im Münchner Norden sind Bildungsangebote für Kinder, Jugendlichen und Familien. Daneben steht die Vernetzung und Verankerung in diesem Quartier, so wurde ein offener Treff eingerichtet der Kindern, Jugendlichen und Senioren offen steht und in dem verschiedene Angebote – so auch eine Kleiderbörse – wohnortnah erbracht werden.

Wie bereits in der gemeindenahen Caritas sind auch im Mehrgenerationenhaus Neuaubing eine Vielzahl von ehrenamtlichen Kräften im Einsatz: ob in der Kleiderbörse, bei Kursen oder der Durchführung von regelmäßigen thematischen Flohmärkten sowie im täglichen, offenem Treff, der von vielen Menschen besucht wird. Erika Rupp, die Leiterin des Mehrgenerationenhauses Neuaubing, stellte bei einer Präsentation die unterschiedlichen Bereiche vor. Das Kinderzentrum mit altersgemischten Gruppen, die Mittagsbetreuung, der Hort und das Mütterzentrum bilden hierbei den Kern der Aktivitäten. Daneben sind im Laufe der Zeit viele weiterer Angebote entstanden: so verpflegt die Küche dieses Hauses nicht nur die betreuten Kinder und Anwohner des Viertels, sondern auch eine benachbarte Schule. Der Kleiderladen sowie der regelmäßige Flohmarkt sind neben dem Café eine wichtige Einrichtung für dieses Gebiet im Münchner Norden.

Resümierend konnte die Steuerungsgruppe des „Miteinanders der Generationen“ feststellen, dass sich die Besuche gelohnt haben, um sich über die Arbeit der anderen Mehrgenerationenhäuser und die aktuelle Entwicklung zu informieren. „Einen besonderen Schwerpunkt werden wir in 2011 nun auf die weitere Einbindung von Ehrenamtlichen in unterschiedlichen Formen, z.B. durch Zeitspenden, aber auch auf das weitere Engagement der Wirtschaft legen“, so Pfarrerin Sabina Busmann. Ein besonderes Augenmerk auf das jeweilige Quartier sollte gleichfalls gesetzt werden. Auch war die Gruppe überrascht, dass in einer solch reichen Stadt eine doch so große Armut besteht und diese nicht wirklich rückgängig zu sein scheint.
Abschließend konnte Pfarrerin Sabina Busmann den Austausch mit den Münchner Kolleginnen mit „passt schoa“ als positiv bewerten. Die Münchner Kolleginnen beabsichtigen ihrerseits auch mal Saarlouis zu besuchen. Für das Jahr 2011 sind bereits weitere Austauschprogramme mit Mehrgenerationenhäusern geplant.

Quelle: Kreisstadt Saarlouis – Pressestelle

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