Energiewechsel

Saarlouis: Rotarier spenden für Reittherapie

Pressemeldung vom 14. Mai 2012, 14:58 Uhr

Überherrn-Altforweiler. Der Rotary-Club Merzig-Saarlouis spendete 4.600 Euro an den Verein „Ehrensache“, der seit rund zwei Jahren die Hippotherapie fördert und unterstützt. Petra Jenal; 1. Vorsitzende, bedankte sich bei Hans-Joachim Welsch und Dr. Alois Streißelberger, die den Spendenscheck im Reitstall überreichten. Seit kurzem findet die Therapie in der Tierklinik in Überherrn-Altforweiler statt. Vor Ort erhielten die beiden Rotarier einen Einblick in die Hippotherapie und nutzten die Gelegenheit, sich mit Therapeutin Anne Mourer und Betroffenen zu unterhalten. Eine Mutter, deren Tochter mit dem „Down-Syndrom“ geboren wurde, berichtete, wie sich das Mädchen dank der Reitstunden positiv entwickelt hat. Unter den Therapiepatienten sind auch Kinder und Jugendliche, die an Autismus und Entwicklungsstörungen bis hin zu schweren geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen leiden. „Die Hippotherapie tut den Betroffenen sehr gut und gibt ihnen ein Stück Lebensqualität“, erklärte Petra Jenal, die vor einigen Jahren zufällig von dieser besonderen Art der Krankengymnastik auf dem Pferd erfuhr. Trotz der Erfolge wird die Therapie nicht von den Krankenkassen bezahlt und daher gründete sie den Verein „Ehrensache“, der Therapiestunden und Ausrüstungsmaterial mit Spendengeldern finanziert. „Wir freuen uns, mit der Spende dieses lohnenswerte Projekt hier vor Ort zu unterstützen“, sagte Dr. Alois Streißelberger, Präsident des Rotary-Clubs Merzig-Saarlouis, der rund 70 Mitglieder zählt. Die Rotarier fördern lokale und internationale Aktionen, engagieren sich unter anderem an Schulen und vergeben Stipendiate. Darüber hinaus unterstützt die Dachorganisation mit finanzieller Hilfe der einzelnen Clubs auch internationale Hilfsprojekte wie den Kampf gegen Kinderlähmung. Petra Jenal berichtete den Rotariern von den Aktivitäten ihres Vereins. „Wir haben immer mehr Anfragen, sodass mittlerweile fünf Pferde fast täglich im Einsatz sind“, sagte Jenal. Der Verein plant derzeit den Bau eines Therapiezentrums auf dem Gelände der Tierklinik in Überherrn-Altforweiler. „Das Projekt wird mit Spendengeldern finanziert, daher sind wir für jede Hilfe sehr dankbar“, ergänzte Petra Jenal. Weitere Infos im Internet unter www.einfachehrensache.de oder unter Telefonnummer (06831) 5 88 55. Spendenkonto Nr. 370006439, Kreissparkasse Saarlouis, BLZ: 59350110.

Auf einen Blick
Die Hippotherapie ist eine besondere Form der Krankengymnastik auf neurophysiologischer Basis. Als Medium dient ein speziell ausgebildetes Pferd. Die Bewegungsimpulse beim Reiten werden auf das Becken des Menschen übertragen, der dadurch ein Gefühl für seine Körpermitte und eine bessere Balance erhält. Muskeln stabilisieren sich, verspannte Muskeln entspannen sich. Dadurch verbessert sich auch die Haltung, vor allem des Oberkörpers. Das ist besonders wichtig für Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen. Das Pferd geht während der Therapie nur in der Gangart „Schritt“, der Therapeut geht neben dem Pferd, spricht beruhigend auf den Reiter ein und dehnt gleichzeitig die Muskulatur, beispielsweise an den Beinen. Die Hippotherapie ist ein Bereich des Therapeutischen Reitens. Der Kontakt mit dem Tier hat gleichzeitig auch positive Auswirkungen auf die Psyche des Menschen.

Quelle: Stadt Saarlouis / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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