Energiewechsel

Saarlouis: Peter Pan flog in die Herzen der Zuschauer

Pressemeldung vom 5. November 2012, 13:58 Uhr

Saarlouis. Das Musical-Werk Saarlouis brachte nach fast 10 Jahren Pause mit „Peter Pan“ ein neues Stück auf die Bühne und begeisterte kleine wie große Zuschauer auf Anhieb.

Nach fast zwei Stunden fiel der Vorhang und zurück blieb eine begeisterte und zugleich gerührte Zuschauermenge, die tosenden Beifall spendete. Einer Gruppe aus rund 40 Laiendarstellern, Technikern, Kostüm- und Maskenbildnern brachte mit Unterstützung von professionellen Coaches und einer erstklassigen technischen Ausstattung eine hervorragende Inszenierung auf die Bühne. „Peter Pan“ entsprang vor über 100 Jahren der Feder eines englischen Schriftstellers und seit seiner Erfindung begeisterte der kleine Held aus Nimmerland, der fliegen kann und nie erwachsen wird, jung und alt. Es war sicherlich kein einfaches Stück, das sich die Gruppe für ihr Comeback ausgesucht hat, doch mit großem Engagement, viel Fleiß, Ausdauer und Herzblut gelang es ihnen, die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen.

Liebling der Zuschauer war Sven Köhn in der Rolle des „Peter Pan“. Der ausgebildete Schauspieler und Frontmann der saarländischen Formation „Snoopy’s Search“, überzeugte mit Spiel und Stimme. 12 Titel, darunter viele emotionale Balladen, wurden live gesungen und dazu gab es noch sechs Tanzchoreografien. Während es für die anderen Hauptrollen eine Zweitbesetzung gab, musste Köhn in allen vier Vorstellungen brillieren und das tat er, auf gleich bleibend hohem Niveau. Außerdem hatte er noch die „Rolle“ des Regisseurs übernommen. Von der Idee bis zur ersten Aufführung dauerte es fast ein Jahr. Die Darstellerriege wurde über ein öffentliches Casting zusammengestellt. Mehr als 100 Bewerber hatte man anfangs, ein Drittel davon blieb übrig. Die Geschichte von „Peter Pan“ haben Melanie Herzig und Christian Berg zu einem Musical umgeschrieben. Die Musik ist von dem bekannten Liedermacher Konstantin Wecker. Kurzweilig, abwechslungsreich und unterhaltsam kam die gesamte Inszenierung rüber. So stiegen Captain Hook und Tinkerbell mal kurzerhand von der Bühne in das Publikum und unerwartet stürmte eine Horde „wilder Indianer“ durch die Eingangstüren in den Festsaal und lief durch die Sitzreihen hoch zur Bühne. Dann wurde wieder gesungen, getanzt und mit Piraten gekämpft.

Eine besondere Herausforderung für die Akteure war das anspruchsvolle Bühnenbild. Die Bühnenteile wurden allesamt selbst entworfen und in einer Halle in Roden gezimmert. Dazu gehören zwei bewegliche Treppen, die in kurzer Zeit und mit Hilfe weniger Leute zusammen geschoben werden konnten, um so die verschiedenen Spielorte darzustellen. Das Stück spielte mal in einem Wald, dann auf einem Schiff und dann wieder in einem Kinderzimmer. Der Umbau erfolgte in Windeseile, während ein Erzähler, vor dem Vorhang platziert in einem Schaukelstuhl, den Zuschauern über den weiteren Verlauf des Stücks unterrichtete. Diese Paraderolle hatte Hans Werner Strauß, Präsident des Stadtverbandes der Kulturellen Vereine und Vorsitzender der Karnevalsgesellschaft „Karo Blau Gold Roden“, übernommen. Die Rodener Karnevalisten unterstützen und fördern das Musical-Werk. Die meisten Mitwirkenden gehören bzw. gehörten dem Verein an.

Die Laiendarsteller haben einen Großteil ihrer Freizeit der letzten Monate in das Projekt investiert, aber es hat sich gelohnt. Alles klappte perfekt, vom Bühnenaufbau über die Technik bis zur Choreografie. Nach dem gelungenen Comeback des Musical-Werks will man bis zum nächsten Projekt nicht mehr so lange warten. Man darf gespannt sein, womit die Akteure vielleicht schon im kommenden Jahr aufwarten.

Quelle: Stadt Saarlouis / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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