Energiewechsel

Saarlouis: Orte der Erinnerung

Pressemeldung vom 10. November 2011, 13:05 Uhr

Die im Frühjahr in Saarlouis unter großer Anteilnahme der Bevölkerung durchgeführte Aktion Stolpersteine wird mit einer Ausstellung und einer Filmdokumentation für 2011 abgeschlossen. Unter dem Titel „Orte der Erinnerung“ dokumentieren das Kulturamt der Stadt und das Adolf-Bender-Zentrum das Schicksal von Gewaltopfern des Nationalsozialismus, für die der Kölner Künstler Gunter Demnig in Saarlouis Stolpersteine verlegt hatte.

Die Ausstellung ist vom 14. November bis 2. Dezember im Foyer des Rathauses zu sehen. Sie wird am Montag, 14. November um 17 Uhr durch Oberbürgermeister Roland Henz eröffnet.

Ein Arbeitskreis mit zahlreichen Saarlouiser Bürgerinnen und Bürgern hatte sich in vielen Sitzungen intensiv mit den in Saarlouis durch die Nazis Verfolgten und Deportierten befasst und die Namen von 12 Opfern festgelegt, die einen Stolperstein vor ihrem letzten Wohnsitz erhielten. Schülerinnen und Schüler des Max-Planck-Gymnasiums hatten recherchiert, Zeitzeugenbefragungen durchgeführt und Biografien erstellt. Das Ergebnis dieses die Stolpersteinaktion begleitenden pädagogischen Projektes ist die Ausstellung, eine filmische Dokumentation und eine Broschüre.

Die Verlegung der Stolpersteine war in einer sehr bewegenden Aktion in Anwesenheit von Angehörigen und zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern im April erfolgt. Mit den Stolpersteinen wurde Euthanasieopfern, jüdischen Mitbürgern und politisch Verfolgten gedacht. Die Aktion ist auf Nachhaltigkeit angelegt und soll in den nächsten Jahren fortgeführt werden.

Quelle: Kreisstadt Saarlouis – Pressestelle

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis