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Saarlouis: Mit dem Abenteuerreiter ins neue Semester

Pressemeldung vom 24. März 2014, 16:24 Uhr

Saarlouis. Das Frühjahrssemester der Volkshochschule Saarlouis mit rund 300 Kursen und Veranstaltungen ist eröffnet. Rahmen war der Vortrag von „Abenteuerreiter“ Günter Wamser im Vereinshaus Fraulautern. Er durchquerte den amerikanischen Kontinent von Feuerland bis Alaska und verbrachte dabei insgesamt 30.000 Kilometer im Sattel. VHS-Leiterin Gertrud Jakobs begrüßte zu seinen spannenden Schilderungen Freunde und Gönner der Einrichtung.

Neben allen Kursteilnehmern und Referenten, ohne die der große Erfolg der Einrichtung nicht möglich wäre, dankte Gertrud Jakobs zahlreichen Personen und Stellen für die langjährige Unterstützung: Ihrem Team mit Dorothea Gratz und Beate Lischka, dem Kulturamt, dem Stadtrat, dem vhs-Beirat, der Verwaltung und den Pressevertretern. Die Verwaltungsspitze wurde durch den ehrenamtlichen Beigeordneten Herbert Fontaine vertreten. „Alle arbeiten Hand in Hand, jeder für sich ist unspektakulär, aber zusammen erreichen wir ganz viel und schaffen ein offenes Klima und offene Köpfe für Saarlouis“, sagte Gertrud Jakobs.

Ihr Zitat von Johann Wolfgang von Goethe „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“ diente als perfekte Überleitung zur Hauptperson des Abends, Günter Wamser, dem heute 54-jährigen „Abenteuerreiter“: In einem spannenden und humorvollen Vortrag ließ Wamser die Zuhörer an seinem einzigartigen Abenteuer teilhaben. Illustriert mit beeindruckenden Fotos schilderte er die Etappen seiner Reise durch Nord- Mittel und Südamerika, zuletzt begleitet von seiner Lebensgefährtin und Co-Autorin Sonja Endlweber.

Träume nicht dein Leben, lebe Deinen Traum

Alles begann 1994. Günter Wamser, von Beruf Flugzeugmechaniker, zog es schon mit Anfang Zwanzig in die weite Welt. Er erkundete Europa und Amerika auf dem Motorrad. Dies reichte ihm aber bald nicht mehr. Pferde sollten nicht nur sein neues Fortbewegungsmittel, sondern seine treuen Wegbegleiter auf neuen Expeditionen werden. Nach einem ersten Ritt durch Guatemala entstand die Idee der ganz großen Reise. Und die wurde es: in 20 Jahren legte er 30.000 Kilometer durch 14 Länder zurück. Zahlreiche Bücher, Fotoreportagen und Vorträge dokumentieren dieses außergewöhnliche Erlebnis. Dabei waren laut eigener Aussage nicht die Reisen das schönste für den Abenteurer, sondern die Unterbrechungen, das Kennenlernen Menschen verschiedenster Nationalitäten und Kulturen, deren Gastfreundlichkeit trotz großer Armut ihres gleichen sucht. Die Nähe zu seinen Tieren, neben den Pferden begleiteten auch stets Hunde durch alle Situationen. Die intensiven Partnerschaftserlebnisse mit seiner früheren Lebensgefährtin und nun mit Sonja Endlweber. Nicht immer war es einfach, es gab Schwierigkeiten mit Grenzbeamten, die seine Pferde nicht einreisen lassen wollten, schwere Erkrankungen der Tiere und Temperaturen in Kanada von minus 50 Grad zwangen ihn, die Reise zu unterbrechen. Er kämpfte sich durch Sümpfe und menschenleere Gebiete so groß wie die Schweiz und musste hilflos mit ansehen, wie sein Hund unmittelbar nach einem Schlangenbiss starb. Kurz vor Ende der Reise versuchte er vergeblich einen 1,5 Kilometer breiten Fluss zu überqueren und musste einen dreiwöchigen Umweg reiten. Doch Wamser kann so leicht nichts erschüttern. Seiner Meinung nach entsteht „ohne einen Sturm kein starker Baum und ohne Probleme kein willensstarker Mensch“.

Viele Erkenntnisse, die die Gäste im Vereinshaus zum Nachdenken anregten. Sie belohnten Günter Wamsers Erzählungen mit minutenlangem Applaus.

Quelle: Kreisstadt Saarlouis

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