Energiewechsel

Saarlouis: Klimaschonend durch die Großregion – E-Rallye bewies Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen

Pressemeldung vom 4. Dezember 2014, 11:38 Uhr

Lange Schläuche ragten aus den Ladestationen am Kleinen Markt heraus und befüllten die Fahrzeuge, die dort in langer Reihe standen: 21 Elektroautos aus der ganzen Großregion machten Stopp in Saarlouis, um hier im Rahmen der Europäischen Elektroauto-Rallye Werbung zu machen für die klimaschonende Benzin- und Diesel-Alternative.

Als Bewohner der Großregion „haben wir die Notwendigkeit hier etwas zu tun“, sagte Jean Schuler, Beauftragter des Generalrates des Département Moselle für grenzüberschreitende Beziehungen. 80.000 Grenzgänger gebe es, gerade für diese Gruppe soll nachhaltige Mobilität gefördert werden. Auch Astrid Klug vom saarländischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr bekräftigte dies. Die benötigte Infrastruktur spiele bei der Organisation von nachhaltigem, grenzüberschreitendem Verkehr eine besondere Rolle, denn „E-Mobilität wird daran einen wichtigen Anteil haben.“ Mit der Rallye wollten Veranstalter, Teilnehmer und Kooperationspartner nachweisen, dass Elektrofahrzeuge auch bei unterschiedlichen Bedingungen alltagstauglich sind und im Normalmodus mindestens 120 Kilometer pro Tag fahren können – und damit die Herausforderungen im Großregionsverkehr bestehen.

Die Rallye baue Zweifel an der Leistungsfähigkeit von Elektroautos ab, erklärte Oberbürgermeister Roland Henz. Mit dem städtischen E-Smart nahmen der Saarlouiser Beigeordnete Günter Melchior und Klimaschutzmanager Horst Rupp an der E-Rallye teil, Verkäufer von Elektroautos kamen zur Präsentation auf den Kleinen Markt und vor Ort in der Autostadt Saarlouis wird das Elektromodell des Ford Focus produziert. „Trotzdem“, so OB Henz, „ist noch viel zu tun, bis wir sagen können, E-Mobilität ist ein Erfolg.“ Noch lägen etwa die Preise für Elektroautos zu hoch für den Massenmarkt. Aktionen wie die E-Rallye seien aber ein gutes Zeichen und auch in der Stadt Saarlouis besetze man die Themen Klimaschutz und Energieeffizienz auf allen Ebenen, um damit das Ziel, bis 2050 zur Null-Emissionsstadt zu werden, voranzutreiben.

Zurück geht die Rallye auf Initiative des Generalrats des Departements Moselle. 240 Kilometer legten die Teilnehmer an zwei Tagen auf der Strecke von Saargemünd über Saarlouis und Trier bis nach Metz zurück. Mit dabei waren 21 Elektroautos verschiedener Hersteller und Klassen. In Saarlouis präsentierte das Institut IZES zudem das Forschungsprojekt Electra.

Quelle: Kreisstadt Saarlouis

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis