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Saarlouis: Kinder sind unsere Zukunft

Pressemeldung vom 10. Januar 2011, 11:54 Uhr

Saarlouis. Rund 500 Gäste kamen zum Neujahrsempfang der Stadt Saarlouis in das Vereinshaus Fraulautern. Oberbürgermeister Roland Henz blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück und gab Ausblicke für die Zukunft.

Kultur, Wirtschaft, Politik, Investitionen und Sparmaßnahmen standen im Mittelpunkt der Neujahrsrede des Saarlouiser Oberbürgermeisters Roland Henz. Besonders am Herzen liegen ihm die Kinder, denen er einen großen Teil seiner Worte schenkte. Wie den Kindern vom Deutsch-Ausländischen Jugendtreff, die im vergangenen Jahr mit einer großen Aktion auf Not leidende Kinder in aller Welt aufmerksam gemacht haben. Oder die kleine Gruppe Saarlouiser Kinder, die zu Juniorbotschaftern von Unicef ernannt wurden. Sein besonderer Dank ging an die kleine Luna Hochscheid, die bereits zum wiederholten Mal Geld sammelte und damit anderen Kindern kleine Wünsche erfüllt. „Kinder brauchen unsere Unterstützung und Hilfe. Sie sind und bleiben unsere Zukunft“, so Henz. Daher müsse man ihnen auch die bestmöglichen Bildungschancen eröffnen. Problematisch sei allerdings die gesetzliche Vorgabe zur Schaffung von zusätzlichen Krippenplätzen, was eine kaum zu bewältigende finanzielle Herausforderung darstelle. Dank des Konjunkturpaketes II sei man gut vorangekommen mit der Sanierung der Saarlouiser Schulen. Auch die Zukunft der Vogelsangschule sei geklärt, sie bleibe in der bisherigen Mischform bestehen und wird sukzessive saniert. Bei soviel Augenmerk auf die Kinder war es selbstredend, dass sie der Veranstaltung auch einen musikalischen Rahmen gaben. Schülerinnen und Schüler der Römerbergschule begeisterten mit Liedbeiträgen, dabei wurden sie von Schulleiter Cornell Wegmann am Klavier unterstützt.

Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinsleben und Gesellschaft

Immer wieder gab es Zwischenapplaus für die bewegenden, humorvollen oder auch nachdenklichen Worte des Verwaltungschefs. Unter den Gästen waren der Bildungsminister Klaus Kessler, Bundestagsabgeordneter Peter Altmaier, Landtagsabgeordnete Anke Rehlinger und Staatssekretär Georg Jungmann. Die Saarlandbrigade war mit ihrem Kommandeur General Eberhard Zorn vertreten, die Saarlouiser Feuerwehr kam mit einer großen Abordnung rund um Wehrführer Rainer Quirin. Sportler und Kulturschaffende repräsentierten die zahlreichen Saarlouiser Vereine. Aus der Wirtschaft waren verschiedene Geschäftsführer, Betriebs-, Werkleiter und Mitarbeiter zu Gast. Dazu gehörten u. a. Carl Jakob (Kaufhaus Pieper) Bruno Proietti (Ludwig Schokolade) und Gregor Wedel (Ikea).

Henz für ein Gründer- und Innovationszentrum

Roland Henz bedankte sich bei den Unternehmern aus Saarlouis, wo rund 25.000 Menschen einen Arbeitsplatz haben, die mit ihrem guten Ruf zum Ansehen der Stadt beitragen und sich immer zum Standort Saarlouis bekannt haben und jährlich viele Millionen in Erweiterung und Umbau ihrer Firmen investieren. Sein besonderer Dank ging an die Ford-Werke Saarlouis, die als größter Arbeitgeber im Saarland maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der Stadt zum innovativen Wirtschaftsstandort haben. Wichtig für den Erfolg der Unternehmen sei eine gegenseitige Vernetzung. Daher plädiere er nach wie vor für die Schaffung eines Gründer- und Innovationszentrums, dessen Machbarkeit derzeit untersucht werde.

Unterstützung von Bund und Land gefordert

Neben all den positiven Nachrichten hatte Henz auch weniger Gutes zu berichten. So sorge der Reformprozess und die damit verbundene Standortdebatte bei der Bundeswehr für Verunsicherung. Große Sorgen bereite die Haushaltssituation vielen Städten und Gemeinden. In Saarlouis sei man zwar nicht so schlecht aufgestellt, doch der Haushalt sei defizitär. Man habe verantwortungsvoll gewirtschaftet und die Schulden im Rahmen der Möglichkeiten abgebaut, dennoch benötige man Unterstützung von Bund und Land. Man habe in Saarlouis den Rotstift angesetzt und die geplanten Investitionen von 19 Millionen Euro auf 12 Millionen zusammengestrichen. Insofern könne man nicht alles umsetzen, was ursprünglich geplant war. Oberste Priorität genieße das Theater am Ring, dessen Umbau und Sanierung dringend erforderlich sei. An zweiter Stelle folge die Schaffung von Krippenplätzen und danach stehe die weitere Freilegung und Sanierung der Festungsanlagen auf der Agenda. Insofern könne man nur das Nötigste umsetzen und da bleibe kein Geld für ein weiteres Freibad, insbesondere im Hinblick auf dessen Folgekosten, übrig, betonte Henz.

Die Bürger sind das eigentliche Kapital

Aber Geld sei nicht alles, viel wichtiger sei das Engagement der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Saarlouis, die das eigentliche Kapital darstellen. Mit Optimismus gehe man an die bevorstehenden Aufgaben heran. Henz erinnerte an das Motto am Weltkindertag im vergangenen Jahr: „Zusammenhalten – Zukunft gestalten“. Um im Leben glücklich zu sein, brauche man etwas zu arbeiten, etwas zu lieben und etwas, auf das man hoffen könne, endete er seine Rede und erhielt viel Beifall und Zuspruch von den Gästen.

Quelle: Kreisstadt Saarlouis – Pressestelle

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