Energiewechsel

Saarlouis: In Sachen Klimaschutz ganz vorn

Pressemeldung vom 19. März 2012, 14:56 Uhr

Die Stadt Saarlouis erhält für ihr Klimaschutzkonzept Fördermittel in Höhe von 16.500 Euro vom Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr. Geschäftsführender Umweltminister Andreas Storm überreichte den Zuwendungsbescheid im Rathaus.

Ursache des Klimawandels und der globalen Erderwärmung ist der vermehrte Ausstoß von Kohlendioxid, der den natürlichen Treibhauseffekt im Klimasystem Erde verstärkt. Um aktiv Klimaschutz zu betreiben, muss dieser Ausstoß gesenkt werden. Angesichts der schwierigen Verhandlungen auf internationaler Ebene, werden Klimaschutzmaßnahmen mittlerweile auch national und lokal angegangen. So haben viele Städte und Gemeinden in den letzten Jahren einiges getan. Die Stadt Saarlouis hatte als erste Kommune im Saarland einen Klimaschutzmanager eingestellt. Dipl.-Ing. Horst Rupp ist damit beschäftigt, für die Stadt ein Klimaschutzmanagement aufzubauen.

Im Rahmen des Programms „Klima Plus Saar“ hat nun das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr einen Förderantrag der Stadt bewilligt. Geschäftsführender Umweltminister Andreas Storm überreichte der Verwaltungsspitze einen Zuwendungsbescheid über 16.500 Euro. Dies entspricht 15 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben von insgesamt über 110.000 Euro. „Saarlouis ist Vorreiter im Saarland und geht mit beispielhaften Projekten voran“, sagte Storm. Oberbürgermeister Roland Henz und Beigeordneter Manfred Heyer bedankten sich für die Unterstützung. „Wir waren seinerzeit wegweisend mit der Installation eines Klimaschutzmanagers“, sagte Manfred Heyer. Damals gab es gerade mal zwei im Saarland, heute sind es deutschlandweit über 60.

Dipl.-Ing. Horst Rupp berichtete den Vertretern des Ministeriums über das Klimaschutzmanagement in Saarlouis. Ein Teilkonzept beinhaltet die energetische Sanierung von 59 Gebäuden im Stadtgebiet. Nach einer Bestandsaufnahme und der Ermittlung von Ist-Werten erfolgte ein Maßnahmenkatalog über die zu sanierenden Bauten mit dem Ziel, Verbrauch und Kosten zu senken. Mittlerweile wurden verschiedene Grundschulen und Hallen, die Kasematten, das Sozialgebäude des Neuen Betriebshofes Saarlouis und die Feuerwache Innenstadt energetisch saniert. So wurden unter anderem Türen und Fenster erneuert, dämmender Außenputz angebracht sowie eine neue Beleuchtungs- und Heizungstechnik installiert. Beispielhaft ist die Grundschule Römerberg, wo die Energiekosten heute nur noch die Hälfte betragen. Im Hallenbad erzielte man durch eine Verringerung des Wasserverbrauchs eine Ersparnis von über 20.000 Euro und 29 Tonnen Kohlendioxid im Jahr. Mittlerweile liegt für den Landkreis Saarlouis ein flächendeckendes Solardachkataster vor. Mit all diesen Maßnahmen ist die Stadt Saarlouis auf dem Weg, eine energieautarke Null-Emissions-Stadt zu werden. Das Klimaschutzkonzept verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz unter Berücksichtigung von Energie, Verkehr, Umwelt und Finanzen.

Weitere Fördermittel in Höhe von 71.827 Euro, dies entspricht 65 Prozent der Kosten, erhält die Stadt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Die Stadt wird ihre Aktivitäten im Bereich des Klimaschutzes auch künftig gezielt erweitern und vorantreiben. Für das Projekt ist es wichtig, dass die Bevölkerung, regionale Unternehmen sowie weitere Akteure eingebunden sind und sich an der Ideenfindung beteiligen. Weitere Informationen erteilt Dipl.-Ing. Horst Rupp unter Telefonnummer (06831) 443-314.

Quelle: Stadt Saarlouis / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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