Energiewechsel

Saarlouis: Gute Prognose für die Wirtschaft

Pressemeldung vom 7. März 2012, 12:04 Uhr

„Quo vadis Saarlouis?“ lautete der Titel einer Podiumsdiskussion der Industrie- und Handelskammer in Victor’s Residenzhotel in Saarlouis. Im Podium saßen OB Roland Henz, Armin Fritz vom Saarlouiser Gewerbeverband und Volker Giersch, Hauptgeschäftsführer der IHK. Es moderierte der Journalist Johannes Werres

„Das vergangene Jahr war erfreulich gut für die Saarwirtschaft, sagte Volker Giersch, Hauptgeschäftsführer der IHK des Saarlandes. Vier Prozent Wachstum im Land und 10.000 zusätzliche Arbeitsplätze gab es zu verzeichnen. Trotz skeptischer Vorhersagen für das laufende Jahr sei die IHK optimistisch. Konjunkturumfragen hätten ein positives Stimmungsbild ergeben. Man erwarte 1 bis 1,5 Prozent Saar-Wachstum und weitere 3000 Arbeitsplätze. Doch ein erfolgreiches Land braucht solide finanzierte, lebendige und attraktive Kommunen. Die Stadt Saarlouis habe eine gute Position im Ranking der Mittelzentren. Da sei zum einen die starke industrielle Basis mit über 700 Industrie-Beschäftigten je 1000 Einwohner sowie eine unterdurchschnittliche Verschuldung. Um als Wirtschafts- und Industriestandort attraktiv zu bleiben, seien bestimmte Kriterien nötig. Ein ausreichendes Angebot an Flächen, eine optimale Verkehrsinfrastruktur und ein Tourismuskonzept müsse man vorhalten. „Das positive Ergebnis in Saarlouis liegt unter anderem in einer gut funktionierenden Vernetzung“, sagte Oberbürgermeister Roland Henz. Unternehmer, Stadtrat, Vereine und Verwaltung arbeiten zusammen und kommen gut voran. In der Lenkungsgruppe Stadtmarketing sind die großen, aber auch viele kleine Betriebe vertreten. Es läuft gut, zahlreiche Unternehmen investieren in ihre Betriebe, für das Industriegebiet „Lisdorfer Berg“ gebe es Interessenten, die Anbindung der Firmen Nedschroef und Verzinkerei Becker in Fraulautern an die B 51 erfolge und der Wohnungsbau floriert. Ein weiteres wichtiges Thema in Saarlouis ist der Tourismus. Saarlouis hat die Festung als Alleinstellungsmerkmal wirbt über die Grenzen hinaus und kooperiert mit anderen Städten.

Auch in Sachen Kaufkraft bescheinigte Giersch der Stadt gute Zahlen. Dafür müsse man die Innenstadt attraktiv halten, ein eigenständiges Profil schärfen sowie den Wohlfühlfaktor und den Erlebniswert weiter stärken. Die Erfolgsfaktoren hießen Sicherheit, Sauberkeit, Service, Erreichbarkeit, Parkplatzangebot, attraktive Veranstaltungen, wenig Leerstände sowie ein offensives Stadtmarketing. Die gute Kaufkraft habe man bereits in der Lührmann-Studie bestätigt bekommen, unterstrich Roland Henz. Zweimal erreichte Saarlouis im Vergleich der Städte bereits den 1. Platz in Sachen Einkaufsattraktivität und Handelsumsatz. Gegen geplante Outlet-Center sei man sogar gerichtlich vorgegangen, um den Kaufkraftabfluss zu verhindern. In Sachen Sozialplanung und Sportentwicklung habe die Stadt aktuell zwei Studien in Auftrag gegeben, um für die Zukunft gerüstet zu sein.

Armin Fritz, Vorsitzender des Saarlouiser Verbandes für Handel, Gewerbe, Dienstleistungen und Freie Berufe, stellte die Aktivitäten des Verbandes vor. Neben dem mittlerweile etablierten „Unternehmerfrühstück“, das regelmäßig stattfindet, veranstaltet der Verband in diesem Jahre bereits zum dritten Mal die Gewerbemesse „SaarlouisExpo“. Als „wirtschaftsfreundlich“ bezeichnete Fritz die Stadt Saarlouis. In der anschließenden Diskussion, die von Johannes Werres moderiert wurde, ging es um die Unternehmerfreundlichkeit der Stadt, den Tourismus, das Citymanagement, die Schullandschaft sowie das Parkplatzangebot.

Schließlich war man sich einig: Die größten Herausforderungen sind der demografische Wandel sowie der Erhalt der Attraktivität und der Wettbewerbsfähigkeit.

Quelle: Stadt Saarlouis / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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