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Saarlouis: Große Schritte in Sachen Kirchenmusik

Pressemeldung vom 10. Oktober 2011, 09:56 Uhr

Saarlouis. Im Rahmen eines Festaktes wurden im Empfangssaal des Saarlouiser Rathauses die Preisträger des 6. Internationalen Orgel-Kompositionswettbewerbes geehrt. Der Kirchenmusikpreis ging an Manfred Boßmann.

Alle drei Jahre veranstaltet die Stadt Saarlouis in Kooperation mit dem Förderverein „Klingende Kirche“ den Internationalen Orgel-Kompositionswettbewerb. In diesem Jahr entschied sich die Jury für Professor Axel Ruoff, einen Hochschuldozenten aus Stuttgart, der mit seiner Partitur für Orgel und Saxophon überzeugte. Der zweite Platz ging an den 18-jährigen Jungstudenten Ole Hübner aus Hannover, der eine Komposition für Orgel und Kontrabass eingereicht hatte. Raffaele Grimaldi aus Salerno (Italien) erreichte den dritten Platz mit einem Stück für Orgel und Flöte.

Zur Preisverleihung begrüßte Oberbürgermeister Roland Henz zahlreiche Gäste, darunter Theo Brandmüller, künstlerischer Leiter des Orgel-Kompositionswettbewerbes, Manfred Boßmann, Vorsitzender des Fördervereins Klingende Kirche, Hans Werner Strauß, Präsident des Saarlouiser Stadtverbandes der kulturellen Vereine, Mitglieder der Jury, Sponsoren, Freunde der Kirchenmusik, Vertreter des Stadtrates sowie die Preisträger Axel Ruoff und Ole Hübner. Henz bedankte sich ganz besonders beim Stadtrat, der, trotz knapper Kassen, finanzielle Mittel für Kunst und Kultur zur Verfügung stelle.

An Rang und Internationalität vehement zugenommen

Professor Theo Brandmüller zog ein positives Resümee aus den vergangenen Jahren. Seit 1996 habe der Wettbewerb an Rang und Internationalität vehement zugenommen und sei mittlerweile zu einem Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Saarlouis geworden. Brandmüller stellte die musikalische Laufbahn der Preisträger vor, die allesamt beachtliche Erfolge vorzuweisen haben. Manfred Boßmann bedankte sich ganz besonders bei Oberbürgermeister Roland Henz, der die Basis für die Veranstaltung schaffe. „Saarlouis hat in Sachen Kirchenmusik große Schritte gemacht“, sagte Boßmann. Im Anschluss überreichte Roland Henz die Preise an die beiden anwesenden Sieger. Professor Ruoff, dessen Stück im Rahmen der Orgeltage uraufgeführt wurde, zeigte sich sehr gerührt über die Auszeichnung.

Um die Förderung der Kirchenmusik besonders verdient gemacht

Walter Birk gab den Preisträger des Kirchenmusikpreises bekannt, der zum zweiten Mal vergeben wurde. „Mit dem Preis sollen Personen und Institutionen ausgezeichnet werden, die sich um die Förderung der Kirchenmusik in der Stadt Saarlouis verdient gemacht haben“, sagte Birk. Die Jury habe einstimmig entschieden, den Preis an Manfred Boßmann zu vergeben. Oberbürgermeister Roland Henz überreichte den Preis, ein Kunstwerk, das von der Orgelmanufaktur Hugo Meyer kreiert wurde. Die Skulptur besteht aus sieben Pfeifen in spiraler Aufstellung, als Assoziation von Musik und Kirche. Die Zahl sieben symbolisiere deren biblische Bedeutung und die Spirale sei ein heiliges Symbol für Schöpfung in allen Kulturen, so Birk. Die Jury sei, wie bereits vor drei Jahren, der Auffassung, dass sich die Kirchenmusik in einer schwierigen Lage befinde. Mit dem Preis wolle man ein Zeichen für die Bedeutung setzen.

Jury-Mitglied Joachim Fontaine hielt in seiner Laudatio ein Plädoyer für die Kirchenmusik, um die es schlecht bestellt sei. Vielerorts seien Kirchenmusikinstitute der Hochschulen bereits geschlossen worden. Mit dem Preis habe man jedoch keinen Überlebenskünstler auszeichnen wollen, sondern einen Menschen mit Tugenden wie Beharrlichkeit, Verlässlichkeit und Unerschütterlichkeit. Jemanden mit Empathie, sozialer Intelligenz und Kommunikationsfähigkeit, einen Menschen mit Idealismus. Und genau diese Eigenschaften besitze Manfred Boßmann. Die Jury sei sich einig gewesen, dass Boßmann es geschafft habe, wie kaum ein anderer, die Dinge in Bewegung zu bringen hin zu Idealen, die vielerorts ganz verschwunden seien. In Sachen Kirchenmusik sei Saarlouis zwar nicht der Nabel der Welt, doch man habe Substanz, Ideen und Nachhaltigkeit. Man hinterlasse Spuren in Form von Neukompositionen und Wiederentdeckungen. Und die Person, die dies in Bewegung gesetzt habe, heiße Manfred Boßmann. „Danke die, lieber Manfred Boßmann, im Namen der Musikfreunde und all derer, die Musik als Lebenselixier brauchen“, schloss Fontaine seine Ansprache.

Ein sichtlich gerührter Manfred Boßmann nahm den Preis mit großer Freude entgegen und bedankte sich für die große Ehre.

Quelle: Stadt Saarlouis / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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