Energiewechsel

Saarlouis: Fraulautern als bedeutender Industrieort

Pressemeldung vom 14. September 2015, 15:00 Uhr

Saarlouis. „Handwerk, Technik und Industrie“ lautete das Thema beim bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ in diesem Jahr. Die Stadt Saarlouis zeigt dazu noch bis 20. September eine Ausstellung, die vom Verein für Geschichte und Heimatkunde Saarlouis-Fraulautern ausgerichtet wurde. Guido Fontaine hielt dazu einen interessanten Vortrag.
„Der Industrieort Fraulautern – Erinnerung ohne Denkmal“ titelt die derzeit in der Aula der Klosterschule Fraulautern präsentierte Ausstellung zum „Tag des offenen Denkmals“. Der Fraulauterner Verein für Geschichte und Heimatkunde hat dazu interessante Fotos, Pläne, Dokumente und Anschreiben, aber auch verschiedene Produkte Fraulauterner Firmen zusammengetragen. Zu sehen gibt es unter anderem Stühle aus der Stuhlfabrik, Emaille-Waren wie Töpfe und Schüsseln sowie Handwerksgeräte aus holzverarbeitenden Betrieben. Zur Einführung in die Ausstellung hielt Vereinsvorsitzender Guido Fontaine einen interessanten Vortrag über die wirtschaftliche Entwicklung des Saarlouiser Stadtteils von den Anfängen, als die Versorgung der damaligen Festungsstadt mit handwerklichen und technischen Erzeugnissen weitestgehend durch die umliegenden Ortschaften wie Fraulautern, Roden oder Lisdorf erfolgte. So siedelten sich beispielsweise in Fraulautern viele Betriebe an, die nicht für den unmittelbaren Bedarf produzierten, sondern auf Vorrat arbeiteten oder auch zum Zwecke des überregionalen Handels, erklärte Guido Fontaine. In Fraulautern entwickelte sich rasch eine bedeutende Industriestruktur. Ausgehend vom historischen Handwerk des Schiffsbaus, entstanden neue Betriebe der Blechwaren- und Emaille-Fabrikation sowie frühe Produkte auf Harzbasis des späteren Ölwerks Meguin. Im Zuge dieser Entwicklung wurde die selbständige Gemeinde Fraulautern zu einem der bedeutendsten Industrieorte in der preußischen Rheinprovinz mit fast 8.500 Einwohnern.
Die Ausstellung „Der Industrieort Fraulautern – Erinnerung ohne Denkmal“ in der Aula der Grundschule „Im Alten Kloster“ in Saarlouis-Fraulautern ist noch bis zum Sonntag, den 20. September geöffnet, und zwar von Montag bis Freitag, jeweils von 15 Uhr bis 18 Uhr und am abschließenden Sonntag von 10 Uhr bis 18 Uhr. Der Verein bietet Führungen an, auch für Schulklassen. Weitere Informationen erteilt Guido Fontaine unter Telefonnummer 06831/988661 oder vor Ort in der Ausstellung.
Hintergrund:
Der Tag des offenen Denkmals ist eine, seit 1993, jährlich am zweiten Sonntag im September stattfindende Tagesveranstaltung in Deutschland. Ihr Ziel besteht darin, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Der Tag wird durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert und lokal in den einzelnen Bundesländern organisiert. Beteiligt waren in den letzen Jahren durchschnittlich 2.500 Städte und Gemeinden mit insgesamt 7.500 Denkmalen und 4 Millionen Besuchern.

Quelle: Stadt Saarlouis / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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