Energiewechsel

Saarlouis: „Flying Bach“ begeistert Saarlouis

Pressemeldung vom 31. Oktober 2011, 13:15 Uhr

Saarlouis. Was haben Kopenhagen, Wien und Saarlouis gemeinsam? Alle Städte sind Ziele der Europatournee von „Red Bull Flying Bach“. Die Kombination aus modernem Tanz und klassischer Musik zog vier Tage lang die Zuschauer in der Feuerwache Innenstadt in ihren Bann.

Sieben durchtrainierte Tänzer, eine grazile Ballerina, Klavier, Cembalo und eine perfekt choreographierte Bühnenshow, mehr brauchen die „Flying Steps“ nicht, um ihr Publikum regelmäßig zu „standig ovations“ hinzureißen. Vier Auftritte in Saarlouis – viermal ausverkauft, diese Bilanz spricht für sich. Und es war wirklich sehenswert, was in der neu renovierten Feuerwache in der Lisdorfer Straße geboten wurde. Präludien und Fugen von Johann Sebastian Bach trafen im absolut stimmigen Ambiente auf elektrische Beats, Breakdance auf Contemporary Dance, Mann auf Frau, Begehren auf Ablehnung, Arroganz auf Neugier. Sind verschiedene Welten miteinander vereinbar? Gemeinsam mit ihrem künstlerischen Leiter, Opernregisseur Christoph Hagel, geben die vierfachen Breakdance-Weltmeister „Flying Steps“, eine buntgemischte Neun-Nationen-Truppe aus Berlin, die Antwort: ja. Ein gelungener Brückenschlag zwischen Jugend- und Hochkultur, den jeden Abend rund 500 Zuschauer aller Altersklassen gebannt verfolgten. Während der 70-minütigen Auftritte bekam man eine dynamische und schweißtreibende Show zu sehen, die aber auch ab und an ein paar Momente zur Entspannung und zum Atem holen bot. 21.609 Noten von Bachs „Wohltemperiertem Klavier“ visualisierten die „Flying Steps“ in perfekter Art und Weise. Figuren wie Headspins, Airtwists und Atomic Freezes machten schon beim Zuschauen schwindelig. Den zarten Kontrast zu diesen hochakrobatischen Teilen setzte mit Balletteinlagen Yui Kawaguchi, einzige Tänzerin on stage und überaus ausdrucksstark. Unterstützt wurden die Akteure von Christoph Hagel am Flügel und Sabina Chukurova am Cembalo.

Der Echo-Klassik-Sonderpreis: ganz im Ernst

„Als wir zum ersten Mal die Idee hatten, ein Stück zu solcher Musik auf die Bühne zu bringen, fragten wir uns auch, ob das wirklich funktionieren kann“, sagte der im Libanon geborene „Flying Steps“-Gründer und Crewmitglied Vartan Bassil. Und schilderte weiter: „Für uns Tänzer stellt dieses Projekt eine große Herausforderung dar, hier müssen wir unsere Körper exakt den ruhigen Klängen anpassen“. Überrascht wurden seine Kollegen und er dann vom atemberaubenden Erfolg der Inszenierung, in Deutschland und weltweit. Neben ständig ausverkauften Hallen war der Echo-Klassik-Sonderpreis 2010 der Lohn für den Mut, etwas vollkommen Neues zu wagen. „Wir dachten erst an einen Scherz als wir von der Auszeichnung hörten“, lachte Bassil.

Im städtischen Veranstaltungskalender 2011 stellte „Flying Bach“ einen absoluten Höhepunkt dar, darüber waren sich alle einig. Oberbürgermeister Roland Henz, der freitags zusammen mit seiner Gattin bei der Veranstaltung war, dankte Heike Breitenmoser vom städtischem Kulturamt, ihrem gesamten Team, der Tanzschule „Tanz S.A.L.“ von Andreas Lauck und der Feuerwehr Saarlouis für das Ermöglichen dieses hochklassigen Spektakels.

Quelle: Kreisstadt Saarlouis – Pressestelle

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