Energiewechsel

Saarlouis: Flüchtlingskinder besuchen Reittherapie

Pressemeldung vom 24. September 2015, 15:23 Uhr

Seit langem war Jano nicht mehr so ausgelassen und fröhlich, sagt seine Mutter, als sie ihren sechsjährigen Sohn im Umgang mit dem Pony Fridolin betrachtet. Die Familie ist aus Syrien nach Deutschland geflohen und hat eine schwere Zeit hinter sich. Sie fanden Zuflucht in der Gemeinde Ensdorf. Bürgermeister Hartwin Faust und Petra Jenal, Vorsitzende des Vereins „Ehrensache“ hatten die Idee, die Familie zu einem Besuch der Reittherapie in Altforweiler einzuladen. Auf dem Gelände der Tierklinik hat der Verein mit Spendengeldern eine Reithalle errichtet, in der mittlerweile täglich Kinder und Erwachsene mit körperlichen und geistigen Behinderungen therapiert werden. Für die so genannte Hippotherapie stehen fünf ausgebildete und zuverlässige Pferde zur Verfügung. Dalyda, Janos Schwester, ist neun Jahre alt und hat sich gleich mit der Kaltblutstute Sue angefreundet. Umso mehr freuen sich die beiden Kinder, als die Reittherapeuten sie auf dem Rücken der Pferde ein paar Runden die Halle führen. Die Hippotherapie hilft Kindern mit körperlichen und geistigen Behinderungen ein besseres Körpergefühl zu entwickeln und ihre Muskulatur zu stabilisieren und zu entspannen. „Kinder, aber auch Erwachsene, die durch tragische Erlebnisse traumatisiert sind, finden durch das Pferd neues Selbstvertrauen und neues Vertrauen zu anderen Menschen“, erklärte Petra Jenal, die den Förderverein „Ehrensache“ vor 6 Jahren gegründet hat und bis heute die Geschicke mit Erfolg leitet. Bürgermeister Hartwin Faust bedankte sich für die kurzfristige Einladung zur Reitstunde mit den Flüchtlingskindern, die hier einen schönen Nachmittag verbrachten und bald wiederkommen wollen.

Quelle: Stadt Saarlouis / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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