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Saarlouis: Ein Leben außerhalb der Komfortzone

Pressemeldung vom 11. März 2014, 15:34 Uhr

Saarlouis. Zu Pferd von Feuerland nach Alaska. 20 Jahre brauchte der Abenteurer Günter Wamser, bis er das Ziel erreichte. Die vhs Saarlouis hat ihn zur Semestereröffnung nach Saarlouis geholt. Am Freitag, 21. März um 19.30 Uhr berichtet er im Vereinshaus in Saarlouis-Fraulautern im Rahmen einer Bilddokumentation von seiner Reise.

Den Alltag hinter sich lassen, raus aus dem täglichen Trott, den eigenen Zielen und Idealen folgen. Das wünschen sich viele Menschen, aber nur wenige haben den Mut und den Idealismus, dies in die Tat umzusetzen. Einer davon ist der 54-jährige Flugtriebwerkmechaniker Günter Wamser, der sich 1994 mit seinen Pferden auf eine abenteuerliche Reise zu Pferd machte, die fünf Jahre dauern sollte, am Ende waren es 20 Jahre. Das Schöne am Reisen mit Pferden sei die Langsamkeit und die Intensität, habe er unterwegs erkannt und so sei aus einer geplanten Reise seine persönliche Art zu leben geworden, erklärte Wamser. Ein Leben außerhalb der Komfortzone, in der man die kleinen Dinge des Lebens wieder zu schätzen weiß. Das kann ein Glas Wasser an einem heißen Tag oder ein trockenes Hemd nach einem regenreichen Tag sein, so der Abenteurer.

Stolz ist er nur auf seine Pferde

Der Baden-Württemberger durchquerte 14 Länder und legte 30.000 Kilometer zurück. Er machte Bekanntschaft mit den kargen Steppen Patagoniens, eroberte die Bergwelt der Anden und der Rocky Mountains und ritt durch die Weiten Kanadas bis in den hohen Norden Alaskas. Im September 2013 erreicht Wamser den Mount Denali, den höchsten Berg Nordamerikas und damit auch das Ziel seiner Reise. Die letzten sieben Jahren wurde er von seiner Lebensgefährtin Sonja Endlweber begleitet. Günter Wamser ist der erste Deutsche, der mit Pferden von Argentinien nach Alaska geritten ist. Eine Leistung, auf die er durchaus stolz sein kann. „Stolz bin ich nur auf meine Pferde, die mich über all die Jahre, durch alle Höhen und Tiefen begleitet haben“, sagte der Abenteurer. Das Wohlbefinden seiner Tiere hatte stets oberste Priorität. Von Argentinien bis Mexiko war Günter Wamser mit zwei Criollo Pferden unterwegs. Sie durften allerdings nicht in die USA einreisen und so ließ Wamser sie schweren Herzens zurück. Sie genießen heute ihren Ruhestand bei einem befreundeten Tierarzt in Mexiko. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits elf Jahre unterwegs. Er war damals so enttäuscht, dass er die Reise abbrach und nach Deutschland zurückflog. Nachdem er seine Erfahrungen aufgeschrieben hatte, sei ihm klar geworden: „Das ist mein Leben“, so Wamser. Also flog er mit seiner Lebensgefährtin zurück in die USA und gemeinsam setzten sie die Reise mit vier Pferden, diesmal amerikanische Mustangs, fort.

Das Abenteuer füllt bereits fünf Bücher

Die Faszination Pferd erwischte Günter Wamser mit 30 Jahren während einer Motorradreise durch Guatemala. Hier saß der Weltenbummler das erste Mal auf einem Pferd. Vier Jahre später startete er in Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt, seine Reise zu Pferd. Wamser hat fünf Bücher über dieses Abenteuer geschrieben, das jüngste Werk erscheint in den nächsten Wochen. Am Freitag, 21. März um 19.30 Uhr berichtet er im Vereinshaus Fraulautern von der Reise und zeigt atemberaubende Fotos. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, erhältlich bei allen bekannten Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen.

Quelle: Stadt Saarlouis / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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