Energiewechsel

Saarlouis: Ein Baum als Zeichen der Freundschaft

Pressemeldung vom 23. April 2010, 10:01 Uhr

Saarlouis. Die Freiwilligen Feuerwehren Saarlouis und Eisenhüttenstadt feierten Mitte April in Saarlouis das 20-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft. Auf dem Programm stand neben gemeinsamen Unternehmungen auch ein Empfang mit anschließendem Körpereinsatz.

Bevor die beiden Wehrführer, Reiner Quirin aus Saarlouis und Harald Hahn aus Eisenhüttenstadt, jedoch beim Pflanzen einer Freundschaftslinde zur Schaufel griffen, fand im Gemeinschaftsraum der Feuerwache Innenstadt die Unterzeichnung einer Partnerschaftsurkunde statt. Hierin würdigen Feuerwehr und Verwaltungschef die große Bedeutung der Partnerschaft über zwei Jahrzehnte. „Unser Alltagsgeschäft ist das Gleiche, die Sorgen und Nöte unterscheiden sich in beiden Städten nicht voneinander“, so Reiner Quirin. „Neben den persönlichen Freundschaften tauschen wir uns deshalb auch ständig auf Feuerwehrebene miteinander aus und lernen voneinander“, berichtete der oberste Saarlouiser Feuerwehrmann den Anwesenden aus beiden Städten.

Die erste Begegnung fand im März 1990 statt. Nach dem Mauerfall und kurz vor der Wiedervereinigung Deutschlands im Oktober 1990 waren die Voraussetzungen für eine Feuerwehrpartnerschaft ideal. Unter Leitung des damaligen Wehrführers und heutigen Ehrenwehrführers, Wolfgang Herrmann, reisten Kameraden aus den vier Saarlouiser Löschbezirken an die Stadt an der Oder. Dort angekommen stellte man sofort eine gegenseitige Sympathie fest, die in den Folgejahren stetig wuchs.

„Damals ahnte noch niemand, was sich aus dieser ersten Kontaktaufnahme entwickeln würde. Wir sind stolz auf die Menschen, die diese Partnerschaft mit Leben füllen und in die Zukunft führen. Ob in Saarlouis oder in unserer Partnerstadt, an der Feuerwehr kommt man in Sachen Städtepartnerschaft einfach nicht vorbei“, sagte Roland Henz und dankte gleichzeitig allen Beteiligten für ihr Engagement. Besonders erwähnte er in diesem Zusammenhang die Initiatoren Wolfgang Herrmann und Herbert Thiel, Ehrenwehrführer Eisenhüttenstadt, die das Ganze auf den Weg brachten.

Im Anschluss an den Empfang fuhr man zusammen zur Eisenhüttenstädter Allee, wo mit vereinten Kräften der Baum – in der Nähe zweier schon etwas größerer Exemplare aus den Jahren 1990 und 2000 – gesetzt wurde. „So wird hier eine „Allee der Freundschaft“ entstehen, die die tiefe Verbundenheit zwischen uns symbolisiert“, erklärte Roland Henz, der die beiden Wehrführer tatkräftig unterstützte.

Insgesamt vier Tage war die 14-köpfige Delegation aus Eisenhüttenstadt in Saarlouis zu Gast. Übernachtet wurde in Gastfamilien. Neben den offiziellen Terminen standen ein Besuch der Bergehalde in Ensdorf, eine Führung durch das Städtische Museum und die Festungsanlagen sowie gesellige Treffen in den Löschbezirken auf dem Programm. Der Gegenbesuch in Eisenhüttenstadt erfolgt vom 07. bis 10. Oktober. Dort wird dann auch die Urkunde mit den noch fehlenden Unterschriften der Bürgermeisterin und des Wehrführers von Eisenhüttenstadt vervollständigt. Die Wiedersehensfreude wird auf beiden Seiten groß sein.

Quelle: Kreisstadt Saarlouis

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