Energiewechsel

Saarlouis: Die Malerei ist eine eigene Welt

Pressemeldung vom 18. März 2014, 09:16 Uhr

Loilier Ausstellung im Museum Haus Ludwig

Unnahbar und elegant erscheinen die Frauenfiguren auf den Gemälden von Hérve Loilier, mit ihren aufwändigen Gewändern, großen Turbanen und unbestimmten, starren Blicken. Für Loilier ist die Malerei keine Beschreibung der Welt, sie ist eine eigene Welt. 40 Werke des Kunstprofessors aus Paris zeigt Claus Zöllner in der aktuellen Ausstellung im Atelier des Museums Haus Ludwig.

Großer Andrang herrschte auch dieses Mal wieder bei der Vernissage, zu der auch der Künstler selbst aus Paris angereist ist, dazu zahlreiche Prominenz und politische Vertreter aus Stadt, Kreis und Land. „Ein Gesellschaftliches Ereignis“, hob Bürgermeisterin Marion Jost hervor, „und ein tolles Beispiel für die Imagekampagne des Saarlandes, weil auch hier Großes im Kleinen entsteht.“ Sehr erfolgreich sei Zöllner in seinem Wirken, Kunstinteressierte von beiden Seiten der Grenze zusammenzubringen, fand der französische Generalkonsul Frédéric Joureau. „Die Kultur ist ein wichtiger Träger, beide Gesellschaften anzunähern“, sagte er. In Zöllner sehe er ein „Kind des Elysée-Vertrages“.

Innenministerin Monika Bachman lobte, dass Zöllner „immer wieder wunderbare Künstler zu uns bringt“, Kanzleramtsminister Peter Altmaier wies mit Blick auf das Sujet des Malers darauf hin, dass er stets Frauen male, die charmant und intelligent seien, klassisch und modern zugleich.

Kunst ist auch sozialer Gegenstand
Als Region, in der sich die deutsche und die französische Kultur begegnen, empfand Bertrand Collomb das Saarland schon früh. Als junger Ingenieur machte er nahe der Grenze ein einjähriges Praktikum, erzählte der Präsident der Académie des Sciences Morales et Politiques. Im Museum Haus Ludwig hielt er die Laudatio auf Hérve Loilier.

„Kunst ist auch ein sozialer Gegenstand, der den Austausch erlaubt und damit auch von großer Bedeutung für andere Wissenschaften ist“, sagte Collomb. An der Pariser Akademie vermag es Loilier mit seinen Bildern und seiner Lehre „denjenigen Licht und Glanz der Kunst zu vermitteln, die zu lange über Differentialgleichungen nachgedacht haben“. Seine Ausstellung im Museum Haus Ludwig bringe alles mit, „um uns zu erfreuen: Einen großen Künstler, den Austausch unserer Länder, ein großes Publikum und den unermüdlichen Einsatz unseres Freundes Claus Zöllner.“

Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 7. April. Öffnungszeiten: Mittwoch
bis Samstag jeweils von zehn bis 17 Uhr, sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter Tel. (0 68 31) 6 01 70. Außerdem im Museum Haus Ludwig zu sehen ist die aktuelle Ausstellung „Max Scheler: Von Konrad A. bis Jackie O.“ zu folgenden Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag zehn bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertage 14 bis 17 Uhr.

Quelle: Kreisstadt Saarlouis – Pressestelle

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis