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Saarlouis: Die Ankunft gut gestalten – Ehrenamtliche stehen Flüchtlingen nach ihrer Ankunft in Saarlouis zur Seite

Pressemeldung vom 13. August 2015, 10:31 Uhr

Es ist ein weiter Weg, den Flüchtlinge und Asylsuchende zurückgelegt haben, bis sie in Saarlouis angekommen sind. Bevor sie hier ein neues Leben in Frieden aufbauen können, warten aber noch einige Hürden des Alltags auf sie. Ein Kreis aus Ehrenamtlichen leistet dabei unersetzbare Hilfestellungen. Weitere Helferinnen und Helfer werden benötigt.

Angekommen in Saarlouis steht für Flüchtlinge und Asylsuchende erst einmal einiges auf dem Programm: Durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt werden sie zunächst an ihren neuen Unterkünften empfangen – in Häusern, Wohnungen, Zimmern, WGs. Dann folgen noch am selben Tag Behördengänge wie die Anmeldung im Rathaus und beim Kreissozialamt, die Einrichtung eines Kontos bei der Bank, erste Wege zur Tafel oder zum Sozialkaufhaus. Schon früh wurde der Bedarf an Unterstützung für diese Tätigkeiten erkannt: Schnell fanden sich vier Männer und Frauen, die bereit waren, sich dieser Aufgabe für die Stadt Saarlouis anzunehmen – dauerhaft. „Mittlerweile haben wir alle den Dienstag geblockt“, erklärt Armin Thirion, der neben Gaby Thiery, Annette Weier und Detlef Kiesewalter von Anfang an dabei ist. Der Dienstag ist der Tag, an dem die sogenannte „Überstellung“ von Lebach nach Saarlouis stattfindet. Die ersten Schritte am neuen Wohnort, betonen die Helfer, sollen dabei möglichst schnell erledigt werden, damit alles Weitere seinen Weg gehen kann. Seit Kurzem werden die vier Ehrenamtlichen bei der Erstbetreuung der Flüchtlinge und Asylsuchenden unterstützt von Walter Engstler, weitere Unterstützer haben sich bereits gemeldet und möchten ebenfalls helfen. „Wir lernen ganz wunderbare Menschen kennen“, sagt Annette Weier. „Das gibt uns sehr viel, und wir wünschen uns, dass sie hier eine gute Zeit verleben.“ Die anderen bestätigen das. „Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer leisten großartige Arbeit“, betont Bürgermeisterin Marion Jost. „Ihre Hilfestellungen sind unersetzbar.“

Die gewissenhafte Erstbetreuung braucht Zeit, manchmal drei Tage, bis die notwendigsten Dinge erledigt sind. Eine weiterführende Hilfe ist bei dem umfangreichen Aufgabenspektrum kaum zu leisten – dafür braucht es dann weitere Helfer und „Paten“ für die persönliche Betreuung der neu angekommenen Einzelpersonen und Familien. Viele Menschen in Saarlouis haben bereits in Eigeninitiative solche „Patenschaften“ übernommen. Dabei werden viele kleine und große Hilfen im Alltag erledigt – angefangen bei der ersten Orientierung vor Ort, beim Kennenlernen von Supermärkten, bei Arztbesuchen und beim Vertrautmachen mit Institutionen wie Schulen oder Kindergärten sowie bei vielen anderen alltäglichen Situationen.

Weitere Ehrenamtliche werden noch immer gesucht, sowohl für die Erstbetreuung bei der Ankunft in Saarlouis als auch für die Zeit danach. Beim Patenmodell können ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bei freier Zeiteinteilung als Ansprechpartner für die Flüchtlinge und Asylsuchenden dienen – am besten vor Ort in Form einer Art Nachbarschaftshilfe. Das spart lange Wegstrecken und ermöglicht kurzfristige, effiziente Einsätze.

Wer sich ehrenamtlich in der Erstbetreuung oder als Patin oder Pate engagieren möchte, kann sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Saarlouiser Flüchtlingsunterstützung wenden. Diese sind dienstags und donnerstags erreichbar, in der Zeit von 9 bis 15 Uhr. Telefon: (0173) 6779696, E-Mail: Fluechtlingsunterstuetzung@saarlouis.de<mailto:Fluechtlingsunterstuetzung@saarlouis.de>

Quelle: Kreisstadt Saarlouis

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