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Saarlouis: Das, was man nicht sieht, ist das Wesentliche: 38. Ausstellung des „Treffpunkt Kunst“

Pressemeldung vom 26. April 2016, 16:00 Uhr

„Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut“: dieses chinesische Sprichwort war auf der Einladungskarte zur Vernissage der 38. Ausstellung des „Treffpunkt Kunst“ zu lesen. Dessen Initiator, der Saarlouiser Kunstsammlers Bernhard Giebel, tut unheimlich viel für die schönen Künste seiner Heimatstadt. Bis 14. Mai zeigt er im Atelier des Museums Haus Ludwig in der Kaiser-Wilhelm-Straße Gemälde und Skulpturen zahlreicher namhafter Künstlerfreunde.

Aus Rom, Paris und Venedig machten sich einige der ausstellenden Künstler auf den Weg nach Saarlouis, um Bernhard Giebel anlässlich der Ausstellungseröffnung die verdiente Ehre zu erweisen. „Ich freue mich so sehr, dass ihr da seid. Das ist nicht nur für mich wunderbar, sondern auch für das kunstbegeisterte Publikum heute Morgen“, sagte er in seiner Begrüßung. „Ich wollte immer ein Tor zur Kunst öffnen, zeigen, dass in Kunstwerken nicht immer nur der jeweilige Schöpfer zu finden ist, sondern auch der Betrachter. Jeder interpretiert ein Stück anders, bringt seine persönlichen Betrachtungsweisen und Empfindungen mit ein. Kunst macht uns zu Untertanen des eigenen Vergnügens und zeigt uns immer neue Facetten“, sagte Giebel und bedankte sich bei allen Unterstützern. Er übergab das Wort an den Schirmherren der Ausstellung, Dr. Ralf Levacher, Geschäftsführer der Stadtwerke Saarlouis.

„In der heutigen, digitalisierten Welt hat Kunst für mich großen Wert. Etwas wohltuend Analoges, dass es dem Betrachter erlaubt, sich länger als einen flüchtigen Augenblick auf etwas zu fokussieren. Bernhard Giebel gebührt große Anerkennung für das, was er seit so vielen Jahren für die Gemeinschaft auf die Beine stellt“, so Dr. Levacher.

Der Maler Andreas Lau zitierte Kurt Tucholsky:“Das, was man nicht sieht, ist das Wesentliche“ und ergänzte: „Nicht alles, was existiert, muss anfassbar sein“. Er lud die Ausstellungsbesucher ein, unbekanntes Terrain zu entdecken, unterschiedliche Blickwinkel auszuprobieren und offen zu sein für das, was sich offenbart. „Kunst ist nicht zu fassen und trotzdem ist sie da“, schloss er seine einleitenden Worte.

Die Ausstellung ist täglich, außer donnerstags, von 17 bis 19 Uhr und samstags, sonntags und feiertags von 11 bis 12 Uhr und von 17 bis 19 Uhr zu sehen.

Die gezeigten Künstler:

Vincenzo Arena, Charles Bézie, Andreas Brandt, Gundula Bleckmann, Gael Bourmad, Ode Bertrand, Saverio Cecere, Mauro Cappelletti, Ivan Contreras-Brunet, Ferruccio Gard, Octavio Herrera, Otto Herbert Hajek, Walter Jung, Jean Leyder, Jean Leppien, Andreas Lau, Guy de Lussigny, Mitsouko Mori, Pierre Mavropoulos, Aurélie Nemours, Carlo Nangeroni, Luc Peire, Gudrun Piper, Romano Rizzato, Jean Ricardon, Michel Seuphor, Satoru Sato, Walter Strack, Hans Steinbrenner, India Serena, Nico Thurm, Wolfgang Ulbrich, Romano Zanotti

Quelle: Kreisstadt Saarlouis

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