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Saarlouis: Blick in die privaten Fotoalben

Pressemeldung vom 21. November 2011, 11:28 Uhr

Die Stadt Saarlouis präsentiert in Kooperation mit ihrer Partnerstadt Eisenhüttenstadt im Saarlouiser Rathaus eine Foto-Ausstellung zum Thema 25 Jahre deutsch-deutsche Städtepartnerschaft“.

Es sind nicht die offiziellen Begegnungen, die in dieser Ausstellung gezeigt werden, sondern private Treffen, die in den letzten 25 Jahren stattgefunden haben. Im Rahmen eines Wettbewerbs hatte man die Bevölkerung beider Städte gebeten, Fotos privater Begegnungen einzureichen. Die Besucher erhalten einen Einblick in das Leben der Menschen, die damals noch durch eine Mauer getrennt waren. Sie sitzen zusammen am Kaffeetisch, wandern durch die Berge oder fahren Fahrrad. Im Beisein vieler Zeitzeugen eröffneten Oberbürgermeister Roland Henz und Benedikt Loew, Leiter des Städtischen Museums Saarlouis, die Ausstellung, die rund 40 Fotografien umfasst.

„Tanz im Spreewald“ heißt das Gewinnerfoto

Roland Henz bedankte sich bei allen, die in den letzten 25 Jahren aktiv die Partnerschaft unterstützt haben. Die Ausstellung wurde bereits vier Wochen zuvor in Eisenhüttenstadt gezeigt. Der Leiter des dortigen Museums Hartmut Preuß hat sie konzipiert. Unterstützung erhielt er von Benedikt Loew und der Saarlouiser Städtepartnerschaftsbeauftragten Christiane Bähr. Unter den eingereichten Fotografien aus Saarlouis entschied sich die Jury für ein Foto mit dem Titel „Tanz im Spreewald“. Es entstand 1996 und wurde von Brigitte Bilz eingereicht. Dieser „Schnappschuss“ bescherte der glücklichen Gewinnerin eine Reise nach Eisenhüttenstadt für zwei Personen. Das Siegerfoto aus Eisenhüttenstadt „Ost-West-Tandem“ zeigt zwei Männer auf einem Tandem, wobei der Ostdeutsche lenkt, wie Benedikt Loew schmunzelnd bemerkte. In der Ausstellung zu sehen ist auch das Hochzeitsfoto von Frauke und Markus Raue, das die Partnerschaft im doppelten Sinne symbolisiere.

Zentrale Fragestellung nach dem Leben und Erleben

Benedikt Loew erinnerte daran, dass sich die beiden Museen durch den Austausch von Ausstellungen traditionell in die Partnerschaft mit einbringen und dass die Ausarbeitung der Ausstellung zum 10-jährigen Jubiläum Ausgangspunkt für seine Tätigkeit im Städtischen Museum gewesen sei. Zum 25-jährigen Jubiläum habe man gemeinsam beschlossen, die Geschichte nicht wissenschaftlich aufzuarbeiten, sondern einen Blick in die privaten Fotoalben zu werfen, um die persönliche Seite der Partnerschaft zu zeigen. Dabei lautete die zentrale Fragestellung, wie die Bürger der beiden Städte die erste deutsch-deutsche Partnerschaft erlebt und gelebt haben. Die eingereichten Fotos zeigen die Bandbreite der privaten Beziehungen. Die Ausstellung wurde ergänzt aus den Beständen des Städtischen Museums.

Förderpreis für ein Essay über die Städtepartnerschaft

Ein Element der Ausstellung ist ein Essay von Erik Zimdahl, Christian Schiller und Lisa Sauerstein. Die Schüler der Eisenhüttenstädter Gesamtschule 3 hatten sich unter Anleitung ihrer Lehrerin Antje Hoffmann am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten beteiligt. Das Thema lautete: „Ärgernis, Aufsehen, Empörung, Skandale in der Geschichte“. Die Schüler entschieden sich für das Thema „Aufsehen“ und fertigten einen Essay unter den Titel „Ehe auf Probe, Eine deutsch-deutsche Geschichte über die Städtepartnerschaft zwischen Saarlouis und Eisenhüttenstadt“. Dafür erhielten sie den Förderpreis des Bundespräsidenten. Der Essay ist im Rathaus ausgelegt.

Die Ausstellung ist noch bis Ende des Jahres zu den üblichen Öffnungszeiten im 1. Stock des Saarlouiser Rathauses zu sehen.

Quelle: Stadt Saarlouis / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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