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Saarlouis: Bilder, die scheinbar sprechen

Pressemeldung vom 17. Dezember 2010, 14:13 Uhr

Saarlouis. Im Atelier des Museums Haus Ludwig in Saarlouis ist noch bis 2. Januar die Ausstellung „Talkies“ zu sehen. Die Künstlerin Brigitte Martin zeigt 35 großformatige Bilder aus verschiedenen Werkgruppen.

Als „Talkies“ bezeichnete man die ersten Sprechfilme im angelsächsischen Raum. Die geschriebene Sprache ist auch das Hauptstilmittel in den Bildern der Saarbrücker Künstlerin Brigitte Martin. Als ausgebildete Übersetzerin ist sie von Sprachen ganz besonders fasziniert. Sie erzählt aber nichts im Sinne einer Illustration. Vielmehr sind es Sätze, Wortfetzen und Begriffe, die als Background für das Bild dienen und dennoch das Auge des Betrachters magisch anziehen. „Have been“, „for free“ oder „I’m having a very nice time“ kann man da lesen. Die Worte springen dem Betrachter ins Blickfeld und lösen damit Bilder im Kopf aus.

„Wie zahlreiche Sprecher, die gleichzeitig rezitieren“, sagte der Kunsthistoriker Dr. Andreas Bayer in seiner Ansprache bei der Vernissage. In der Ausstellung sind zwei Werkgruppen zu sehen: „Chairs“ und „The Others“. Die 2007 entstandene Serie „Chairs“ entwickelte sich aus den Motiven von Designerstühlen. Martin hat sie mit Sprachfragmenten förmlich verwoben und verflochten.

In den Bildern geht es nicht um statische Verhältnisse, sondern um assoziative Verknüpfungen. Die Bildgegenstände sind diffus, befinden sich im „Gehen“ oder im „Werden“. „Man hat immer das Gefühl, gleich müsse etwas passieren“, so Bayer.

Die autodidakte Künstlerin hat sich privat ausbilden lassen und stellt seit dem Jahre 2004 aus. In Saarlouis zeigt Brigitte Martin noch bis 2. Januar ihre Werke. Das Museum Haus Ludwig ist dienstags bis sonntags von14 bis 17 Uhr geöffnet, mit Ausnahme 24., 25. und 31. Dezember sowie 1. Januar 2011. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. Weitere Informationen auch im Internet unter www.brigittemartin.com.

Quelle: Kreisstadt Saarlouis

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