Energiewechsel

Püttlingen: Endlich wieder daheim

Pressemeldung vom 24. Januar 2011, 10:00 Uhr

Engelfangen spielt am 5. Februar in der Sporthalle Kyllberg zu Köllerbach
Crémant-Elli Promotions präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro der Stadt Püttlingen zur Veröffentlichung der neuen CD „Begrabt mein Herz an der Biegung der Bach“ die Kultband Engelfangen. Als besonderes Bonbon wird der stadtbekannte DJ Mike das Publikum mit seiner Musik anheizen, wenn sich am 5. Februar, in der Sporthalle Kyllberg, in Köllerbach, ab 19 Uhr die Türen öffnen. Für das leibliche Wohl (Speis und Trank) ist gesorgt. Der Eintritt beträgt 8 € (Besucher unter 14 Jahren frei).
An diesem Abend kann man die zweite CD der Kultband in den Händen halten. „Endlich“ wird die seit 20 Jahren bestehende, stetig gewachsene Fangemeinde sagen, denn die Band erfreut sich seit Ihrer Gründung 1991 stets zunehmender Beliebt- und Bekanntheit.
Sie spielt in der Besetzung: Helmut Mahler (Gesang, Kuhglocke), Joachim Jose (Gitarre, Gesang), Joe Jost (Gitarre, Gesang, Akkordeon), Dirk Hochscheid-Mauel (Bass, Akkordeon) und Michael Himbert (Schlagzeug).
Es hat sich eine renommierte Fangemeinde gebildet, die mit der Musik von Engelfangen (übrigens für Ortsunkundige: Die Band hat sich nach dem Ortsteil von Köllerbach benannt, aus dem die meisten der Mitglieder stammen) aufgewachsen sind und deren Kinder mittlerweile auch begeistert die Hymnen wie „Kellerbach“, „Kellerbacher Märe“ oder „Wiesepädsche“ mitsingen. Nicht zuletzt durch das besondere Flair ihrer Gigs, war es nur konsequent, dass auch Auftritte von Engelfangen bei Funk und Fernsehen folgten. Manch einer wird sich mit Freude an die Entstehung der ersten CD („Et is halt alles nit so ähnfach… „) bei einem dreitägigen Liveauftritt in der Gaststätte „Die Burg“ erinnern. Diese erste Live-CD der Band war ein großer Erfolg.
Das Warten hat sich gelohnt, denn alleine das Ansehen der zweiten CD wird ein Brennen auf ihrer Netzhaut hinterlassen. Hier wird die Handschrift des Künstlers und Designers Franz Albert (www.poqart.de) klar erkennbar und um es gleich zu verraten, das Hören dieses Albums macht noch mehr Spaß, sind doch 14 neue Lieder in digitaler Technik im Proberaum der Band aufgenommen worden.
Mit dem Titel der Cd „Begrabt mein Herz an der Biegung der Bach“, eine Adaption des Klassikers von Dee Brown („Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses“) auf Köllerbacher Platt, schafft es der Text- und Songschreiber Joachim Jose mit der Leichtigkeit einer Häuptlingsfeder, Bilder des Herzens entstehen zu lassen, die durch die Harmonie und Melodie wie ein Hurricane Nordamerikas dein Herz berührt. Die Band versteht es die Symbiose zwischen Wort und Klang herzustellen und die Stimme von Helmut Mahler ist so präsent, dass du denkst, er sitzt bei dir zu Hause und erzählt es dir, während die Gitarren mal mit der Sanftheit eines Windes im Monat August kokettieren, manchmal durch den Hauch von Akkordeonklängen unterstützt werden, aber auch unsagbar schön lärmen können, während Bass und Schlagzeug wie die Hüter des Rhythmus Wacht halten.
Mit seinen Texten kann man Joachim Jose als einen Sprachkünstler, Dichter und Heimatvertriebenen (das Los vieler Saarländer) sehen, der seine Wurzeln nicht vergessen hat. Durch die Wahl der Mundart wird er jeden Saarländer auf der ganzen Welt Heimweh einverleiben und all die Anderen werden durch seine Worte, in Verbindung mit klassischen Rocknummern und auch ruhigen einfühlsamen Klängen, die sich nicht an irgendwelchen Samplern aus tausend und eins Archiven oder sich aus überlagerten und überproduzierten elektronischen Sounds bedienen. Sie wurden optimal in den Studioaufnahmen vom Bassisten Dirk Hochscheid-Mauel und Steve Delay (www.roechling.de) und deren Mix umgesetzt.
Auf ihrer Reise führt uns Engelfangen auf verschiedene Seiten des Lebens, mal wird es dunkel, mal wird es hell. Joachim Jose erzählt von Hoffnung, von Träumen und es ist einfach ein leidenschaftliches Album. Mit dem Blick eines Till Eulenspiegel erzählt er, wen er alles im Lied „nit metholt“ bis hin zu der Fragen aller Fragen: „warum musset so sin wie et is/warum konnet nit so sin wie ich es gär hät“. Ganz gleich von was hier erzählt wird, es macht Spaß die entstandenen Bilder, die auch durch die Vielzahl zwischen den Zeilen entstehen, einfach laufen zu lassen.
Die Coversongs lassen eine klare Handschrift erkennen, hier wird ein ganz eigenes Leben in die Songs gehaucht und die Interpretationen von Joachim Jose machen Lust auf mehr. Joe Jost (Gitarre, Akkordeon, Gesang) erzählt in seinem Lied von dem ewigen Thema Mann/Frau und lässt musikalisch klar erkennen, was auf seinem Plattenteller zwischen Kreissäge und Schleifmaschine lief. Letztendlich gibt es auch noch eine schöne Interpretation eines Freundes der Band.
Also eine Menge Lieder, die im heimischen Verlag von bay-music (www.bay-music.de) heraus gebracht wurden, machen Spaß zu hören, verknüpft mit viel Witz und Ironie und dem Spielraum, seine eigenen Erlebnisse vielleicht neu zu erkennen, bleibt die Sehnsucht: engelfonga engel, noch der ähne bersch/engelfonga engel zufridde du wärschd/noch ähnmol die mieh/isch kumm schun hin/dort ist mir bestimmt/das säuseln im wind…

Quelle: Stadt Püttlingen

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis