Energiewechsel

Merzig: Weiterführung des Teilprojektes „IQ Netzwerk Merzig“ im IQ Landesnetzwerk Saarland

Pressemeldung vom 17. Dezember 2014, 15:22 Uhr

Ende 2012 hat der Merziger Stadtrat ein Kommunales Integrationskonzept verabschiedet. Eines der wichtigsten Ziele dieses Konzeptes ist die Teilhabe von Migranten am öffentlichen Leben ihrer neuen Heimat, die auch durch die Integration in den lokalen Arbeitsmarkt erreicht werden soll. An diesen Auftrag knüpfte das aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Bundesagentur für Arbeit geförderte Projekt „IQ (Integration durch Qualifikation) Netzwerk Merzig“ in den letzten beiden Jahren an, das im IQ Landesnetzwerk Saarland eingebunden war. Anhand der sogenannten IQ-Prozesskette fand die Verzahnung von Unterstützungsangeboten verschiedener öffentlicher und privater Träger und die nachhaltige Vernetzung aller Arbeitsmarktakteure in der Kreisstadt Merzig statt. Es fanden regelmäßige Treffen der Arbeitsmarktakteure statt, im Herbst 2013 wurde mit der ersten Merziger IMMIGRA ein bereits in der Landeshauptstadt Saarbrücken erprobtes Veranstaltungskonzept sehr erfolgreich nach Merzig übertragen. Die IMMIGRA ist eine Kombination aus Fachtagung und Informations- und Beratungsbörse.

Das bisher sehr erfolgreiche IQ-Projekt soll nun in einer weiteren Förderperiode (2015 + 2016) fortgesetzt werden. Nach dem Wegfall der BIM (Beschäftigungsinitiative Merzig e.V.) Ende 2014 wird die Kreisstadt Merzig dabei selbst die Rolle des Trägers übernehmen, auch die Projekt- und Förderschwerpunkte haben sich verändert. Den Kern des neuen Förderprojektes stellt nun die interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung und örtlicher Unternehmen (KMU – kleine und mittelständische Unternehmen) dar. Konkret möchte die Kreisstadt Merzig durch Maßnahmen wie die Verbesserung „weicher“ Standortfaktoren, dazu zählen z.B. kulturelle Angebote, der weitere Ausbau des Vernetzungsangebotes oder Mitarbeiterschulungen, die Attraktivität des Arbeitgebers Kreisstadt Merzig und interessierter Merziger Unternehmen auch für Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund weiter fördern und entwickeln. Dies ist so auch als Handlungsfeld im kommunalen Integrationskonzept verankert. Durch die Kooperation des IQ-Projektes mit der kommunalen Wirtschaftsförderung kann auf bestehende Kontakte zu Unternehmen zurückgegriffen und damit der Zugang zu Betrieben erleichtert werden. Verantwortlich für die Umsetzung des IQ-Projekt ist Dipl.-Geografin Caroline Gisch, die sich bereits im Rahmen ihrer Diplomarbeit (Migrantenökonomie in Merzig) intensiv mit der Situation von Migranten in Merzig beschäftigt und auch die erste Förderphase des IQ-Projektes begleitet hat. Die kommunale Integrationsbeauftragte der Kreisstadt Merzig, Heike Wagner, wird die Umsetzung der Maßnahmen ebenfalls intensiv begleiten und unterstützen. Des Weiteren wird der Merziger Zuwanderungs- und Migrationsbeirat bei der Umsetzung von Maßnahmen einbezogen. „Wir möchten in Merzig eine besondere Willkommens- und Anerkennungskultur für Menschen entwickeln, die gerade in Zeiten des demographischen Wandels mit entsprechender Unterstützung ein wertvolles Pfund im kommunalen Wettbewerb um Arbeitskräfte darstellen kann“, beschreibt Bürgermeister Marcus Hoffeld das Kernziel dieses besonderen Projektes. Das Diversity Management („Vielfaltsmanagement“) ist in vielen großen Unternehmen heute schon fester Bestandteil des betrieblichen Personalmanagements, weil immer mehr Firmen erkennen, dass sich mit den vielen Fähigkeiten verschiedener Mitarbeiter betriebliche Ergebnisse verbessern lassen. „Hier sehe ich die Kreisstadt Merzig in ihrer Rolle als kommunale Dienstleisterin auch in einer Vorbildfunktion für andere Merziger Unternehmen“, begründet Bürgermeister Hoffeld das Engagement der Stadtverwaltung zur interkulturellen Öffnung. Durch persönliche Ansprache sowie Informationsveranstaltungen über das Thema „Diversity Management/ Interkulturelle Öffnung“ sollen Mitarbeiter und lokale Unternehmen sensibilisiert, beraten und bei der Umsetzung von Maßnahmen unterstützt werden. Auch um die bereits in der jetzt auslaufenden ersten Förderperiode aufgebauten Strukturen zu verstetigen, sind bereits einige konkrete Maßnahmen geplant: so soll mindestens eine Fortbildung/ Fachtagung zu einem arbeitsmarktbezogenen Thema pro Jahr durchgeführt werden, eine Neuauflage IMMIGRA Merzig erfolgen und ein für Migranten wichtiger „Laufzettel“ entwickelt werden, der Migranten und Beratern hilft, die wichtigen Stationen bei der beruflichen Integration zielgerichtet anzulaufen und zu dokumentieren.

„Wir freuen uns, dass wir den vorzeitigen Maßnahmenbeginn vergangene Woche erhalten haben und so mit dem Projekt zum 01.01.2015 starten können“, erklärte der Bürgermeister. Auch der Stadtrat hatte in seiner Sitzung am 11.12.2014 der Aufnahme des Projektes zugestimmt. Finanziert wird das Projekt in der Förderperiode 2015-2016 aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Quelle: Kreisstadt Merzig

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis