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Merzig: Studie „Migration und Integration in der Kreisstadt Merzig“

Pressemeldung vom 25. Mai 2012, 12:41 Uhr

„Unsere Gesellschaft wird sich zukünftig vor dem Hintergrund des demographischen Wandels nachhaltig verändern. So werden wir älter, weniger und bunter werden – dies gilt auch für Merzig“, so Bürgermeister Horf im Pressegespräch im Rathaus, bei dem letzte Woche eine Studie vorgestellt wurde, die in wenigen Tagen anlaufen soll.
Bereits heute sind 19% der Einwohner in der Kreisstadt Merzig älter als 65 Jahre. Im Jahr 2030 werden dies schon 29% sein. Die gesamte, in der Kreisstadt Merzig lebende Bevölkerung wird bis zum Jahr 2030 um ungefähr 4% abnehmen. Des Weiteren wird die relative Anzahl an Personen mit Migrationshintergrund in der Kreisstadt weiter zunehmen. Bereits heute liegt der Anteil an Migranten an der Gesamtbevölkerung bei 18%. Vor dem Hintergrund zweier Aspekte kann von einem weiteren Anstieg des Migrantenanteils ausgegangen werden. Zum einen wird die absolute Anzahl an Personen ohne Migrationshintergrund, aufgrund niedriger Geburtenraten und hohen Sterberaten, zukünftig weiter abnehmen. Zum anderen wird eine jüngere Altersstruktur bei den Personen mit Migrationshintergrund im Vergleich zur Bevölkerungsgruppe ohne Migrationshintergrund zu einem Anstieg des Migrantenanteils führen. Dies ist auf damit zusammenhängende niedrigere Sterberaten und derzeit noch höhere Geburtenraten zurückzuführen.
Zu den derzeit ca. 5.400 in der Kreisstadt Merzig lebenden Personen mit Migrationshintergrund zählen vor allem Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler sowie ehemalige italienisch- und türkischstämmige Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter sowie deren Nachkommen.

Im Auftrag der Kreisstadt Merzig führt die Universität des Saarlandes, Fachbereich Geographie derzeit eine Studie zum Thema „Migration und Integration in der Kreisstadt Merzig“ durch. Die Studie wird durch das saarländische Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie gefördert.

Im Rahmen einer quantitativen Umfrage werden Anfang Juni ca. 3.400 Fragebögen an – nach dem Zufallsprinzip ausgewählte – Personen mit und ohne Migrationshintergrund versandt.
Ziel dieser Untersuchung ist die Gewinnung von Daten, die das Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen in der Kreisstadt Merzig widerspiegeln. Derzeit leben knapp 70 unterschiedliche Nationalitäten in Merzig. Die aus der Studie gewonnenen Erkenntnisse sollen der Stadtverwaltung Merzig als Planungsgrundlage für die zukünftige Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenlebens dienen.

Am 19.06.2012 wird um 18:00 Uhr eine Informationsveranstaltung im Vereinshaus Merzig (Propsteistraße 4) stattfinden. Zu dieser Informationsveranstaltung sind alle im Rahmen der Studie angeschrieben Personen rechtherzlich eingeladen. Innerhalb dieser Veranstaltung werden die Inhalte und Ziele der Untersuchung vorgestellt. Diese werden – falls dies von den Teilnehmern und Teilnehmerinnen gewünscht wird – in die russische und türkische Sprache übersetzt. Des Weiteren können die Bürger und Bürgerinnen der Kreisstadt Merzig ihre Fragen im Hinblick auf den Fragebogen direkt an Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung und der Universität des Saarlandes stellen.

„Der Erfolg einer solchen Studie und ihr Wert für zukünftige Entscheidungen der städtischen Gremien hängt im Wesentlichen auch von der Beteiligung der Betroffen ab, die wir jetzt anschreiben werden“, macht Bürgermeister Horf deutlich. Nur durch die aktive Teilnahme können Informationen zum Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen in der Kreisstadt Merzig gewonnen werden.

Quelle: Kreisstadt Merzig

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