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Merzig: Kreisstadt Merzig ist Pilotstandort des Projektes „Angekommen – und nun? Zur Flüchtlingsintegration in Kommunen“

Pressemeldung vom 13. März 2017, 15:38 Uhr

Als eine von vier Pilotkommunen im gesamten Bundesgebiet wurde die Kreisstadt Merzig für das Projekt „Angekommen – und nun? Zur Flüchtlingsintegration in Kommunen“ ausgewählt, das von der Bertelsmann Stiftung in Kooperation mit dem IQ Netzwerk Saarland (Integration durch Qualifizierung) durchgeführt wird. Ziel dieses rund einjährigen Projektes soll letztendlich eine möglichst schnelle Integration von Geflüchteten in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt sein.

Die Integration von Neuzugewanderten ist nicht nur eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Herausforderung, sondern auch eine Chance für die kommunale Entwicklung. Hiervon kann insbesondere der ländliche Raum profitieren und vor diesem Hintergrund sieht sich die Kreisstadt Merzig in der Pflicht, eine offene Willkommens- und Anerkennungskultur zu schaffen. So möchte die Kreisstadt Merzig für eine nachhaltige Integration sorgen, die vor allem durch die Vermittlung in den Arbeitsmarkt Früchte tragen soll.

Bereits seit 2013 beteiligt sich die Kreisstadt Merzig an dem Projekt IQ Merzig im saarländischen Landesnetzwerk IQ. Dieses wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gefördert und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der Bundesagentur für Arbeit unterstützt. Dabei steht die Sicherung und Förderung der Standortattraktivität (Willkommens- und Anerkennungskultur) im Vordergrund der Arbeit, von der letztendlich die Arbeitgeber sowie die Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund profitieren sollen. So werden unter anderem Prozesse zum Diversity Management oder zur interkulturellen Öffnung bei der Stadtverwaltung Merzig oder hier ansässigen Unternehmen mit Erfolg initiiert und umgesetzt. In einer ersten Projektphase konnte dabei auf Ebene der Arbeitsmarktakteure eine gute Vernetzung vor Ort realisiert werden. Dies belegen Veranstaltungen wie die im Zweijahresrhythmus stattfindende Jobmesse „Immigra“ in der Merziger Stadthalle, die sich großem Zuspruch erfreut. Darüber hinaus finden in Merzig regelmäßig Fachveranstaltungen und (Mitarbeiter-) Schulungen statt.

Eine besondere Bestätigung der bisherigen Arbeit in diesem Bereich stellt die Aufnahme ins Projekt „Angekommen – und nun?“ der Bertelsmann-Stiftung dar. Das in Kooperation mit dem Netzwerk Saarland laufende Projekt ist bereits im September 2016 gestartet. Dabei soll über einen Zeitraum von rund einem Jahr aus der Perspektive einer Kreisstadt ein ganzheitlicher, zielorientierter Ansatz zur Arbeitsmarktintegration von Neuzugewanderten entwickelt werden. Hierbei sollen möglichst viele Arbeitsmarktakteure, wie zum Beispiel Unternehmen, Jobcenter, Schulen, Behörden und viele mehr eingebunden werden. Die daraus resultierenden Ergebnisse und Erfahrungen sollen letztendlich auch anderen Kommunen in Deutschland zur Verfügung gestellt werden, um auch dort die Flüchtlingsintegration vor Ort zu erleichtern.

In Sachen Integration von Geflüchteten sieht Bürgermeister Marcus Hoffeld die Kreisstadt Merzig aufgrund der Projektteilnahme und vieler weiterer themenbezogener Maßnahmen für die Zukunft gut gerüstet. „Als wir vom Pilotprojekt der Bertelsmann-Stiftung erfuhren, sahen wir darin sofort die Chance, zusätzlich zum bisher geleisteten, auch eine strukturelle Vernetzung der beteiligten Akteure zu schaffen. Diese Chance können wir nun nutzen und sind froh, das Projekt in Merzig durchführen zu können. Außerdem sind wir darüber glücklich, dass durch die Verzahnung mit dem Projekt IQ auch eine Umsetzung der Ergebnisse dieses Pilotprojektes in der Folge möglich sein wird“, erklärte der Verwaltungschef den Kern dieses besonderen Projektes.

Für 2017 sind weitere Fachveranstaltungen der Bertelsmann Stiftung mit IQ geplant, bei denen mit den wichtigsten lokalen Akteuren erste Ideen vor Ort konkretisiert werden.

Quelle: Kreisstadt Merzig

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