Energiewechsel

Merzig: Abfallgebühren in Merzig sinken deutlich

Pressemeldung vom 16. Dezember 2016, 10:32 Uhr

Der Stadtrat der Kreisstadt Merzig hat in seiner gestrigen Sitzung eine erhebliche Reduzierung der Abfallgebühren für das kommende Jahr beschlossen. So sinkt die Gebühr pro Kilogramm Restabfall um 25 %, von 0,40 €/kg auf nunmehr 0,30 €/kg. Zudem werden die Grundgebühren reduziert: das 120-Liter-Restabfallgefäß kostet zukünftig 53,16 € pro Jahr (-6,12 €), das 240-Restabfallgefäß 66,48 € (-7,68 €). Die Mindestgewichte der Restabfalltonnen sowie die Gebühr für die Biotonne bleiben auf konstantem Niveau. Dies bedeutet, dass die Mindestgebühr für ein 120-Liter-Restabfallgefäß nur noch 69,06 € beträgt (80,48 € im Jahr 2016). Dieser Mindestbetrag setzt sich aus der Grundgebühr (53,16 €) und der Mindestgewichtsgebühr (53 kg x 0,30 €/kg = 15,90 €) zusammen. Die Mindestgebühr für ein 240-Liter-Restabfallgefäß beträgt 115,98 € (140,16 € im Jahr 2016) und beinhaltet die Grundgebühr (66,48 €) und die Mindestgewichtsgebühr in Höhe von 49,50 € (165 kg x 0,30 €/kg).

„Ich freue mich außerordentlich, dass wir die Mindestgebühren für die Restabfallentsorgung auf den tiefsten Stand seit der Übernahme der Abfallentsorgung senken konnten“, erklärt Bürgermeister Marcus Hoffeld. „Dieser Erfolg zeigt deutlich, dass der Stadtrat im Jahr 2009 den richtigen Weg eingeschlagen hat, die Aufgaben der örtlichen Abfallentsorgung in Eigenregie zu übernehmen“.

Ab 2017 zahlt jeder Merziger im Durchschnitt 67 € im Jahr für die Entsorgung von Rest- und Bioabfall. Die Senkung der Abfallgebühren ist im Wesentlichen auf ein deutlich günstigeres Ausschreibungsergebnis für die Papierverwertung, geringere Aufwendungen sowie die angekündigte Reduzierung des überörtlichen Beitrags durch den EVS zurückzuführen.

Des Weiteren hat der Stadtrat die Einführung von Leerungspauschalen zur Berücksichtigung der Eichgrenzen beschlossen. Für 120- und 240-Liter-Restabfallgefäße beträgt die Eichgrenze 5 kg. Liegt das registrierte Abfallgewicht bei einer Leerung darunter, so werden pauschal 4 kg berechnet. „Für Bürger, bei denen 5 oder mehr Kilogramm pro Leerung gewogen werden, ändert sich nichts“, betont der Erste Beigeordnete Dieter Ernst. In diesen Fällen erfolge keine Mehrbelastung. Die Leerungspauschale wirkt sich nur dann aus, wenn ein Gewicht unter 5 kg registriert wird. Es empfiehlt sich daher, das Restabfallgefäß nur möglichst vollständig gefüllt zur Leerung bereitzustellen. Bei den 770- und 1.100-Liter-Großcontainern beträgt die Eichgrenze 25 kg. Wird ein geringeres Gewicht registriert, so werden pauschal 24 kg Restabfall berechnet.

Ein zusätzlicher Service wird ab 2017 am Wertstoffzentrum angeboten. Besitzer von Anlagen zur Energiegewinnung oder -speicherung (z.B. Wärmepumpe, Solaranlage) können die bei der Wartung anfallenden Schadstoffe zukünftig am Wertstoffzentrum abgeben, sofern der jeweilige Schadstoff im Annahmekatalog aufgeführt ist. Die Kosten für die Abgabe derartiger Stoffe betragen 3 € pro Kilogramm.

Weiterhin hat der Stadtrat beschlossen, die Gebühren für die Aufstellung von Abfallgefäßen anzupassen. Dieser Schritt wurde notwendig, da an den beauftragten Dienstleister ein höheres Entgelt zu zahlen ist. Für die Aufstellung eines 120- oder 240-Liter Gefäßes werden zukünftig 25 €, statt wie bisher 15 € fällig. Die Gebühren für die Abmeldung eines solchen Gefäßes verbleiben bei 6,50 €. Betrachtet man den kompletten Vorgang (Aufstellung und Abmeldung), so wird mit 31,50 € für diese Leistung in Merzig, wie bisher bereits, die zweitniedrigste Gebühr im Saarland erhoben.

Quelle: Kreisstadt Merzig

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