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Homburg: Pelzige Tierchen am Spielplatz in der Unteren Allee

Pressemeldung vom 23. März 2012, 08:41 Uhr

Ordnungsamt: Kein Grund zur Beunruhigung

Pelzige Tierchen am Spielplatz in der Unteren Allee waren Anlass dafür, dass besorgte Mütter das Ordnungsamt der Kreisstadt Homburg um Rat und ggf. auch Tat baten. Wie die Stadtverwaltung nun mitteilt, besteht kein Grund zur Beunruhigung. Bei den auf dem Spielplatz entdeckten Tieren handelt sich um nicht stechende Wildbienen, die in dem sandigen Boden ihre Nester anlegen. Dr. Dieter Dorda, der Umweltfachmann der Kreisstadt Homburg, war vor Ort und hat die pelzigen Tierchen als Weiden-Sandbiene – Andrena vaga – bestimmt.

Weiden-Sandbienen gehören zu den ersten Wildbienen im zeitigen Frühjahr. Sie legen unterirdische Nester an, in denen sie ihre Eier ablegen. Im Frühsommer, wenn die Weibchen abgestorben sind, ist der Spuk gewöhnlich auch schon wieder vorbei.

Wildbienen übernehmen wichtige ökologische Funktionen bei der Bestäubung heimischer Obst- und Strauchgehölze. Dabei ist die Weiden-Sandbiene speziell auf die heimischen Weidengehölze spezialisiert. Besonders auffällig, so Dr. Dorda, sind die mit gelben Pollen und Nektar beladenen Weibchen, die unermüdlich Nektar als Nahrungsgrundlage für die Larven in die Brutkammern bringen.

Weiden-Sandbienen leben oft in großen Kolonien. Ansammlungen wie die in der Unteren Allee, mit mehreren geschätzten tausend Nestern, sind nach Auffassung von Dr. Dorda etwas Besonderes und laden ganz besonders zur Naturbeobachtung ein. Beobachtetet werden können auch die Feinde der Weiden-Sandbiene: parasitierende Wollschweber aus der Familie der Zweiflügler und Kuckucksbienen aus der Familie der Hautflügler.

Quelle: Stadt Homburg

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