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Homburg: Hilfetelefon zum Thema „Gewalt gegen Frauen“

Pressemeldung vom 6. Oktober 2014, 08:54 Uhr

Bundesweites Beratungsangebot eingerichtet

Einer aktuellen Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte zufolge sind in Deutschland ca. 35 Prozent aller Frauen mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexueller Gewalt betroffen. Damit ist Gewalt gegen Frauen kein Problem von Randgruppen, sondern findet weitgehend unbemerkt mitten in der Gesellschaft statt. Doch nur wenige Betroffene wenden sich an Beratungsstellen. An dieser Stelle setzt das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ an.
Dieses wurde im vergangenen Jahr ins Leben gerufen und ist das erste 24-Stunden-Beratungsangebot für Deutschland, das barrierefrei, kostenlos und vertraulich via Telefon und Internet in verschiedenen Sprachen zu allen Formen von Gewalt berät. Dabei bietet das Hilfetelefon nicht nur betroffenen Frauen die notwendige Unterstützung durch kompetente Fachberaterinnen. Auch Familienmitglieder, Freunde und Fachkräfte können sich mit Fragen an die Telefonnummer 08000/116-016 oder per Internet an www.hilfetelefon.de<http://www.hilfetelefon.de> wenden.
Beim Thema „Gewalt gegen Frauen“ übernehmen Städte und Gemeinden mit der Trägerschaft und Koordination von Beratungsangeboten, Frauenhäusern und anderen Einrichtungen und Projekten große Verantwortung. Als zentrale, bundesweit erreichbare Einrichtung kann das Hilfetelefon dieses bestehende System stützen und ergänzen. Auf Wunsch werden die Betroffenen nach der Erstberatung an Hilfeeinrichtungen vor Ort vermittelt.
Auch die Frauenbeauftragte der Stadt Homburg, Ingrid Braun, setzt sich für dieses Angebot ein: „Die Anzahl der Gewalttaten gegen Frauen ist erschreckend. Umso wichtiger ist es, den Betroffenen die Angst zu nehmen, sich Hilfe zu suchen und ihnen beratend und unterstützend zur Seite zu stehen. Ich hoffe sehr, dass dieses Angebot angenommen wird und den betroffenen Frauen sowie auch Familienmitgliedern, Angehörigen und Freunden in dieser schwierigen Situation weiterhilft.“

Quelle: Stadt Homburg

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