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Homburg: Ausstellung zu Stanislaus Leszczynski und Architekt Sundal im Rathaus

Pressemeldung vom 30. April 2010, 11:48 Uhr

Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe 600 Jahre Herzogtum Pfalz-Zweibrücken wird am Montag, 10. Mai 2010, um 18.30 Uhr die Ausstellung „König Stanislaus Leszczynski und sein Architekt Jonas Erikson Sundal“ im Foyer des Rathauses Homburg eröffnet.
Diese Ausstellung geht auf eine Idee des in Schwarzenbach lebenden und am Zweibrücker Hofenfels-Gymnasium wirkenden Kunsterziehers Gernot Waldner zurück. 2005 begann er in Zusammenarbeit mit dem Zweibrücker Stadtmuseum ein fächerübergreifendes Schulprojekt von Kunst und Geschichte. Da in Nancy gerade die 250-Jahr-Feier des Stanislausplatzes anstand, wurde das Thema „Stanislaus Leszczynski – Ein Polenkönig im Exil in Zweibrücken“ gewählt. Waldners damalige Grundkurse 11 und 12 konnten sich an Hand alter Bildvorlagen in Porträt-, Landschaftsmalerei und Collagearbeiten üben. Sein Geschichtskollege Rainer Thomas ließ von Schülerinnen und Schülern zweier Geschichtskurse der 11. Jahrgangsstufe und der 9b die geschichtlichen Zusammenhänge erarbeiten. Unterstützt wurde das Projektteam von Kollegin Waltraud Finkler.

Noch im Sommer 2005 wurde das Schülerprojekt vier Wochen im Zeibrücker Stadtmuseum ausgestellt. Mit zwei weiteren Schülerarbeiten – die Homburger Franziskanerkirche und das Edelhaus in Schwarzenacker – erweiterte inzwischen die Nachfolgerin von Herrn Waldner, Katrin Fischer, die Sammlung.

Zwar war Homburg erst 1755 unter Herzog Christian IV. durch einen Gebietstausch mit Nassau-Saarbrücken dem Herzogtum Pfalz-Zweibrücken angegliedert worden, doch zeigt sich in diesen Arbeiten insgesamt, wie eng die Beziehungen zwischen Homburg und dem Herzogtum schon vorher waren. Zu erkennen sind diese im Wirken des schwedischen Architekten Sundal. Der u. a. die Gustavsburg umbaute, das Edelhaus in Schwarzenacker, das Zweibrücker Schloss und die Parkanlage Tschifflik errichtete. Auch an den reichen Stiftungen, mit denen der polnische König die Homburger Franziskanerkirche ausstattete, spiegelt sich diese Verbindung.

Wie diese verwickelten Zusammenhänge zustande kamen, das zeigen uns diese Schülerarbeiten anschaulich! Nach der Eröffnung der Ausstellung am 10. Mai um 18.30 Uhr durch Oberbürgermeister Schöner wird Iwona Wiemer in die Zeitverhältnisse des frühen 18. Jahrhunderts einführen.

Quelle: Stadt Homburg

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